Management & Praxis
Krenzers Tipp
Der Tag war lang. Müde steige ich nach einer Gastronomie-Messe in ein Taxi. Der Parkplatz ist voll, die Veranstaltung immer noch gut besucht. Da fragt mich der Taxifahrer, was denn hier los sei. Ich kläre ihn auf. Aber allem Anschein nach kann mein Chauffeur Gastronomen nicht leiden. „Die haben ja Zeit für so was. Diese alten Jammerlappen!“ Ich bin erst einmal sprachlos, was nicht häufig vorkommt. War das jetzt eine sehr persönliche Meinung? Oder jammert man in der Branche wirklich zu viel?
Zu einem Jammerer geht man nicht so gern. Und im Großen erlebt man das jetzt gerade in der Stadt Dresden. Eine öffentliche Diskussion über den Rückgang der Touristen – von hohem Niveau bis in Bild. Ängste um 25.000 Arbeitsplätze werden geschürt. Ein grausames Szenario in den Massenmedien. Ist das dann noch ein lohnendes Ziel für eine Städtereise?
Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann. Es liegt an uns. Denn es gibt keine stagnierende Gastrononomie. Es gibt nur stagnierende Gastronomen. Und das trifft genauso auf den Tourismus zu. Die Erfolgreichen von morgen setzen jetzt und hier ihre eigenen Maßstäbe. Mitten in der Krise. Auf geht's. Lassen Sie die anderen jammern!