Management & Praxis
Krenzers Tipp Etikett statt Inhalt?
Schwierige Zeiten brauchen neue Ideen und interessante Konzepte. Und vielerorts passiert auch etwas. Zumindest nach außen. Und genau das ist das Problem, welches zur Zeit jede Branche erfasst.
Beispiele gefällig? Die Winzergenossenschaft braucht einen neuen Auftritt, alles muss offener und professioneller werden. Womit beginnt man? Klar: mit der Etiketten-Linie! Der Tourismusort braucht ein neues, jüngeres Image. Womit fängt man an? Mit der Neugestaltung des Ortseingang-Schildes. Ein leicht angestaubtes Landhotel soll wieder auf Vordermann gebracht werden. Wie das geht? Mit einer Umbenennung in „LandOtel“.
Konzeptlosigkeit erkennt man immer an dieser pseudokreativen operativen Hektik. Denn wo kein Inhalt ist, kann es auch keine Formen geben. Und wo keine Form, da braucht es auch kein Etikett. Aber bei aller Kritik muss ich eines zugeben: Es ist viel leichter, sich um die Verpackung als um den Inhalt zu kümmern. Doch erst umgekehrt wird nicht nur ein Schuh, sondern ein Siebenmeilenstiefel draus.
Wenn der Inhalt bleibt, nutzt auch
die neue Verpackung nichts, oder? Was
meinen Sie?
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