Küchentechnik wird immer grüner
Zunehmend rücken Strom- und Gasverbrauch in den Fokus / Verschiedene Kochprozesse zur selben Zeit / Vollautomatisch und manuell
STUTTGART. 20.000 Quadratmeter voller Neuheiten: Auf der Intergastra zeigt die Edelstahlfraktion massiv Präsenz. Dabei sind alle namhaften Küchentechnikzulieferer mit Innovationen rund ums Garen, Kühlen und Temperieren.
Zunehmend im Fokus: Effizienz, Energieverbrauch und Folgekosten. Ein Beispiel dafür ist Rational: Die Landsberger haben ihr Self Cooking Center weiterentwickelt und es im September mit dem Namenszusatz Whiteefficiency präsentiert – mit dem Versprechen von 30 Prozent größeren Beladungsmengen, 30 Prozent Zeitersparnis und 20 Prozent Energieeinsparung im Vergleich zu anderen Kombidämpfern. Die Funktion Hidensity Control sorgt durch dynamische Luftverwirbelung und eine fünfstufige, individuelle Geschwindigkeitsanpassung der Lüfterräder für gleichmäßige Garergebnisse.
Im A-la-carte-Geschäft sorge die Efficient Level Control des Self Cooking Centers für Erleichterung und Zeitersparnis bei der Zubereitung der Gerichte.
WEITERE BILDER ZUM ARTIKEL
Die Funktion ermöglicht die Vereinigung von Pfanne, Fritteuse, Grill und Pizzaofen in einem Gerät und erlaubt so das gleichzeitige Garen mehrerer Speisekomponenten. Der Hersteller aus Bayern ist aber nicht der einzige, der Antworten zu geben vermag, wenn es darum geht, den Kombidämpfer noch effizienter zu machen.
Ein weiteres Beispiel bringt Palux mit seiner neuen Heißluft-Dämpfer-Generation Touch’n’Steam auf den Markt. „Diese Geräte sind Kochcomputer mit angeschlossenem Garraum“, so Palux-Vorstand Erhard Ikas. Und in der Tat: Die Basis-Version dieser neuen Gerätereihe mit Touchscreen-Bedienoberfläche hat alle wichtigen Zubereitungsfunktionen wie Dämpfen, Heißluft-Dämpfen, Heißluft und Vitalisieren. Bei der Comfort-Version, ist für jeden Anwender das passende Programm dabei: neun verschiedene Bedien- und Programmoberflächen, vom manuellen bis zum automatischen Smart Cooking-Betrieb.
Einfache Bedienung
Convotherm aus Eglfing zeigt auf der Intergastra den mehrfach ausgezeichneten OES 6.10 Mini 2in1. Er ist laut Unternehmen der einzige Kombidämpfer, bei welchem zwei separate Garräume von nur einer Bedienung aus gesteuert werden. Bei Bedarf können so zwei unterschiedliche Garverfahren – zum Beispiel Gemüse dämpfen und Fleisch braten – zur gleichen Zeit ausgeführt werden. Weitere Besonderheit: Er gehört mit einer Breite von nur 51,5 Zentimetern zu den schmalsten Kombidämpfern weltweit. Bei einer Kapazität von bis zu zwölf 1/1 GN-Behältern (je 6 pro Garraum) wird dabei trotz seiner geringen Abmessungen immer für ausreichend Nachschub gesorgt.
Frima hat sein 2005 erstmals vorgestelltes Vario Cooking Center jetzt um einen Bain-Marie-Aufsatz erweitert, so dass man damit kochen, braten und frittieren kann – nach Herstellerangaben dreimal so schnell wie mit anderen Geräten. Wie bei den Kombidämpfern wird der Garvorgang elektronisch gesteuert und überwacht. Der Koch kann also während dieser Zeit andere Aufgaben erledigen und wird gerufen, wenn er gebraucht wird – zum Beispiel um ein Steak zu wenden. Ein weiterer Vorteil des Vario Cooking Centers ist der Energieverbrauch, denn es benötigt nach Angaben von Frima 40 Prozent weniger Energie als herkömmliche Gargeräte.
Die Elro AG, der Schweizer Spezialist für Großküchentechnik, hat ihre gesamte Gerätereihe überarbeitet. Mit teilweise neuen Konzepten, aber auch mit Detailentwicklungen bei den Druckgarbraisièren, Druckkochapparaten, Kochapparaten und Flexipfannen. bringt die neue Serie 2300 höhere Flexibilität im Alltagsbetrieb, mehr Effizienz in den Reinigungsprozessen, einfachere Bedienung und Energieeinsparungen von bis zu 30 Prozent.
Wo es um Energieeinsparungen geht, spielt natürlich die Induktionstechnik eine immer größere Rolle. Über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren hat zum Beispiel Palux den Vario Bräter mit Induktionstechnologie entwickelt. Mit einem Spezialplattenaufbau unter Verwendung der Induktionstechnik ist es gelungen, kürzeste Aufheizzeiten, gleichmäßig, schnelle Wärmeverteilung und eine hohe Wärmespeicherung zu erreichen. Geht es richtig zur Sache, sorgt die exakte Temperaturerkennung dafür, dass durch die Induktionstechnik ein Plus an Leistung, Produktivität und Energieeffizienz erreicht wird.
Tipps von den Herstellern
Welchen Stellenwert die Energieeinsparung bei den Herstellern von Küchentechnik hat, zeigt sich auch darin, dass die mehr als 70 Hersteller von Großkücheneinrichtungen, die im Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI) zusammengeschlossen sind, einen praxisnahen Leitfaden zur Energieeffizienz in Großküchen mit dem Titel „Klima schützen und Kosten senken“ zusammengestellt haben. Den Leitfaden wird auf der Homepage des Verbands www.hki-online.de ) zum kostenlosen Download bereit gestellt. Doch auch bei den Zulieferern in Halle 1 können Küchenchefs und Gastronomen viele Tipps zum Thema Energiesparen bekommen. mel/ai



