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Deutscher Hotelkongress

Expertenrunde: (v. l.) Puneet Chhatwal (Rezidor), Wolfgang Neumann (Arabella), Willy Weiland (InterConti), Christoph Härle (Jones Lang LaSalle), Thomas Althoff (Althoff), Christian Windfuhr (Grand City) und Rob Hornman (Worldhotels) (Foto: Th. Fedra)

AHGZ-Hotelkongress 2010

Marke macht das Rennen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/6 vom 6. Februar 2010
von  

Berlin. Eine starke ist gut für die Rendite eines Hotels. Darin sind sich Top-Entscheider großer Hotelunternehmen einig. Beim Deutschen der AHGZ in Berlin diskutierten Thomas Althoff (Althoff), Christian Windfuhr (Grand City), Rob Hornman (Worldhotels), Willy Weiland (InterConti), Puneet Chhatwal (Rezidor) und Wolfgang Neumann (Arabella) über Perspektiven für die internationale Hotelbranche. Christoph Härle von Jones Lang LaSalle Hotels führte durch die Runde.

Doch welche Marke ist für welches Haus gut? Bei Grand City wird die Marke je nach Haus ausgewählt. Christian Windfuhr: „Wir überlegen, was uns die Marke bringt und was es kostet, sie an der Haustür zu haben.“ Puneet Chhatwal: „Wir machen eine Aufstellung, wohin die Marketing-Dollars flossen. Wenn es um Marke geht, ist nicht nur der Aspekt Sales entscheidend.“ Sein Unternehmen werde sich weiter auf die beiden Marken Radisson Blu und Park Inn konzentrieren, so Chhatwal. Willy Weiland: „Produkte wie InterContinental oder Holiday Inn vermarkten sich durch den Namen.“ Wichtig bei der Entscheidung für eine Marke sei deren Langfristigkeit.

Im Spiel bleiben

Hotelier Thomas Althoff hat seine vierzehn 4- und 5-Sterne Hotels bei Leading, Relais & Chateaux oder Best Western angeschlossen. Sich für eine Marke zu entscheiden, bedeute nicht, dass man sich als Hotelier nicht mehr um die ausgelagerten Bereiche kümmern müsse. Die Kooperation sei das Klavier und man selbst der Spieler, so Althoff.

Finanzierung, Verträge und Wachstum sind Themen, die die Branche interessieren. Beim Deutschen Hotelkongress waren sie deshalb omnipräsent. Das investitionsarme Asset-light-Geschäftsmodell seiner Gruppe hält Puneet Chhatwal von Rezidor für den richtigen Weg. Auch InterConti wird an ihr festhalten, so Willy Weiland.

Mehr Hybrid-Verträge

Angesprochen auf aktuelle Hotelpläne und Rahmenbedingungen, betonte Jürgen Neumann, Arabella habe erst vor wenigen Wochen einen Pachtvertrag in Zürich unterschrieben. Allerdings wies er auch auf die Reform in der Leasing-Bilanzierung hin. „Dies wird die Hotellandschaft in Europa in den nächsten zwei Jahren verändern. Pachten werden künftig bilanziert, daraus ergeben sich andere Kennzahlen.“ Die Entwicklung zu mehr Hybrid-Verträgen werde damit beschleunigt. Dem Segment der Budget-Hotellerie bescheinigten die Top-Entscheider weitere Wachstumschancen, wollen aber an ihren bisher favorisierten Kategorien festhalten. Christian Windfuhr: „Am liebsten sind mir 3 bis 4 Sterne.“ Rob Hornman verkündete in Berlin das Wachstum von Worldhotels um 54 Hotels. Thomas Althoff schließlich zeigte sich trotz wirtschaftlich schwieriger Bedingungen mit seinen Luxushäusern zufrieden: „Wir hatten sogar Zuwächse.“

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