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Einbiegen auf die Datenautobahn: Manche Suchmaschine steckt im Informationsstau Foto: Anbieter

Betriebspraxis

Mit dem Mausklick auf Einkaufstour

Weniger ist oft mehr: Suchmaschinen müssen sich an der Qualität ihrer Suchergebnisse messen lassen / Spezialisten schlagen Allrounder in der Relevanz

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/18 vom 6. Mai 2006
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STUTTGART Der Gast ist König – schließlich zahlt er. Also muss alles stimmen, damit er sich auch königlich wohl fühlt. Mitarbeiter aus der Hotel- und Gastronomiebranche, die für ihr Unternehmen einkaufen, sind deshalb nahezu täglich auf der Suche nach neuen Anbietern von Produkten und Dienstleistungen, die dem Gast den Besuch verschönern sollen.

Eine rasche Einkaufsrecherche verspricht das Internet, das als wichtigstes Recherche-Tool alle Kataloge, Verzeichnisse, Gelben Seiten oder Lieferanten CD-ROMs abgelöst hat. Immer mehr Einkäufer setzen bei ihrer Suche auf das World Wide Web – und dort vor allem auf Suchmaschinen.

Inhaltliche Relevanz der

Suchergebnisse ist entscheidend

Ob Restaurant, Hotel, Gaststätte oder Bar – alle haben nur ein Ziel: Komfort und exzellenten Service zu bieten. Was also, wenn zu diesem Zweck dringend eine neue Klimaanlage für den Konferenzraum fällig ist, oder der Wellnessbereich um eine Sauna erweitert werden soll? Was tun, wenn der Koch auf einen neuen Zulieferer für Gemüse besteht? Was liegt da näher, als die nötigen Informationen per Mausklick zu recherchieren.

Das gestaltet sich angesichts des Durcheinanders an URLs und Links im Internet aber nicht immer einfach. Ohne Suchmaschine ist dies kaum zu bewältigen. So stößt man bei der Wahl der richtigen Suchmaschine schnell auf zwei grundsätzliche Kategorien: Den Allrounder und den Spezialisten.

Die Allrounder: Allgemeine Suchmaschinen wie Google, MSN oder Yahoo! richten sich an die Gesamtheit der Internetnutzer und haben ihren Schwerpunkt im privaten Gebrauch. Doch sowohl bei der reinen Informationssuche als auch im Bereich der Einkaufsrecherche stoßen diese Suchmaschinen immer häufiger an ihre Grenzen. Die Ursache liegt auf der Hand: Suchergebnisse werden nicht nach der inhaltlichen Relevanz einer Seite priorisiert, sondern nach Link-Relevanz, also danach wie häufig auf diese Seite im Web verwiesen worden ist. Unzählige irrelevante Treffer tauchen auf und für den User entsteht ein zeitlicher Mehraufwand, um die gewünschten Informationen aus den Suchergebnissen herauszufiltern. Im geschäftlichen Umfeld verursacht dieser Aufwand Kosten. Zudem trüben manipulierte Link-Rankings das Suchvergnügen beim „googeln“.

Die Spezialisten: Viele Einkaufsentscheider sind unzufrieden mit allgemeinen Suchmaschinen wie Google oder Yahoo! und starten ihre Recherche nach neuen Anbietern immer häufiger bei Business-Suchmaschinen wie „Wer liefert was?“ oder Hoppenstedt. Dies hat eine Befragung zur Nutzung von Suchmaschinen im „Managementkompass Business-Suchmaschinen“ unter 130 Einkaufsverantwortlichen ergeben.

Den Befragungsergebnissen im „Managementkompass Business-Suchmaschinen“ zufolge nutzen zwar über 90 Prozent der Einkaufsentscheider für ihre Recherche auch allgemeine Suchmaschinen, doch äußern sie sich unzufrieden mit deren Ergebnissen. So kritisieren zwei Drittel der befragten Einkaufsentscheider allgemeine Suchmaschinen als ineffizient und zeitintensiv, da sie zu viele irrelevante Treffer in ihren Ergebnislisten anzeigen. So hat sich in den letzten Jahren ein gesonderter Markt von spezialisierten Business-Suchmaschinen entwickelt und etabliert. Diese richten sich an Personen aus dem geschäftlichen Umfeld, die nach ganz konkreten Inhalten, Produkten, Preisen oder Kontakten suchen. Wesentliches Unterscheidungsmerkmal zwischen Business- und allgemeinen Suchmaschinen ist die Bereitstellung und Aufbereitung des Datenmaterials. Business-Suchmaschinen greifen auf vorselektierte Quellen und Daten zurück und bearbeiten diese noch redaktionell. Die Suchergebnisse gestalten sich genauer und qualifizierter.

Das Problem allgemeiner Suchmaschinen ist einfach auf den Nenner zu bringen: Alleine für den Suchbegriff „Porzellan“ wirft Google beispielsweise über 8 Mio. Treffer „auf Deutsch“ aus. Darunter sind zwar Links zu Anbietern und Lieferanten – aber auch Seiten zur Geschichte, Wortdefinitionen oder irrelevante Websites, auf denen lediglich der Begriff „Porzellan“ auftaucht. Hier muss sich der Nutzer erst durch unzählige Seiten bis zum gewünschten Lieferanten scrollen und klicken.

Dass dies umständlich ist, hat sich herum gesprochen. Bei der auf Geschäftskunden spezialisierten Lieferantensuchmaschine „Wer liefert was?“ gewinnen Einkäufer in 27 Rubriken den Überblick über alles zum Thema „Porzellan“. Sie können dann gezielt auswählen zwischen „Hotelporzellan“, „Silberporzellan“, „Zierporzellan“ und weiteren Begriffen, die eine exakte Zuordnung zur gewünschten Rubrik ermöglichen. Die Business-Suchmaschine bietet eine strukturierte Übersicht der Anbieter – und beim nächsten Mausklick übersichtlich gegliedert, die geprüften Kontaktdaten der einzelnen Lieferanten.

Insgesamt verzeichnet die Suchmaschine über 340.000 deutsche Unternehmen aus allen Branchen. „Wer liefert was?“ www.wlw.de ) ist nicht der einzige Anbieter, der dieses Geschäftsfeld der Business-Suchmaschinen für sich entdeckt hat. Neben dem Marktführer sind auch Hoppenstedt www.firmendatenbank.de ), der Seibt Verlag www.seibt.com ), Gelbe Seiten Business www.businessdeutschland.de ), sowie europäische Anbieter wie Europages www.europages.com ) oder Thomas Global Register Europe www.tgeurope.com ) längst im Netz vertreten. Der gestresste Einkaufsentscheider im Hotel oder Gastronomiebetrieb braucht seine Zeit beim Einkauf im Internet also nicht länger zu „vergoogeln“, Alternativen sind vorhanden.

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