Wein
Neuer Gault Millau Weinguide preist Jahrgang 2009
von Bernhard Eck
MÜNCHEN. Kaufen, kaufen, kaufen! So lautet die Empfehlung des gerade erschienenen Weinführers des Gault Millau. "Man kann aus 2009 fast jeden Wein blind kaufen", sagt Chefredakteur Joel Payne. "Fast alle Winzer haben ansprechende Weine erzeugt, und in der Spitze ist die Qualitätsdichte sehr hoch."
Dennoch hebt Deutschlands wichtigster Weinführer einige Betriebe und Weine besonders hervor. So ist Johannes Leitz vom Weingut Josef Leitz im Rheingau Winzer des Jahres. Die Entdeckung des Jahres ist Arno Augustin aus Franken, die Kollektion des Jahres hat der Weinführer in Württemberg ausgemacht, nämlich beim Weingut Aldinger.
Ehrungen für die Gastronomie
Auch die Gastronomie wird gewürdigt. So wurde Gunnar Tietz vom Restaurant First Floor im Berliner Hotel Palace zum Sommelier des Jahres gekürt. Die Redaktion habe unter anderem beeindruckt, dass Tietz sich für deutsche Rotweine stark macht. Und die Auszeichnung Weinkarte des Jahres geht an das Restaurant Schloss Monaise in Trier, wo Küchenchef Hubert Scheid "einen Schatz gereifter Moselweine" zusammengetragen habe.
Immer mehr Winzertalente
Der neue Gault Millau Weinguide ist so dick wie nie. Schließlich kommen immer mehr junge Winzertalente hinzu. Auf 912 Seiten sind 668 Betriebe mit mindestens einer Traube verzeichnet, weitere 316 sind als empfehlenswert eingestuft. Da seien viele Entdeckungen zu machen, und der Kauf von 2009er-Tropfen lohne sich umso mehr, als der Folgejahrgang 2010 wohl deutlich schwächer und wegen geringer Menge auch teurer werden dürfte.


