Hotellerie
Sauberen Hotels gehört die Zukunft
von Susanne Stauß
KÖLN. Unter Hotelinvestoren spielt das Thema „Nachhaltigkeit“ im Sinne von umweltfreundlich und sauber heute noch keine Rolle. Diese Ansicht vertraten Bankmanager und Immobilienentwickler am 24. Juni beim Deutschen Hotelimmobilien-Kongress in Köln. „Die Gier bestimmt zunächst den Investitionszins,“ formulierte Dirk Iserlohe, CEO von Ebertz & Partner Real Estate. „Wenn eine ‚grüne’ Immobilie beim Wiederverkauf eine Wertsteigerung erfährt, werden Investoren beginnen ‚grün’ zu bauen.“
Lothar Lohr, Manager im Bereich Immobilien bei der Bayern LB, bestätigte: „Nachhaltigkeit spielt jetzt und heute in der Finanzierbarkeit keine Rolle.“ Weitsichtiger dächten Unternehmer, die ihre Immobilien selbst nutzten und damit auch selbst in den Genuss der Energieersparnis durch ‚grüne’ Bauweise kämen. Auch in Regionen, die Fördermittel für umweltfreundliche Bauweise vergeben, würde eher darüber nachgedacht. Axel Jordan, Vertriebsleiter bei der DG Hyp: „Der Begriff Nachhaltigkeit ist bei Banken heute nicht mit ökologischen Aspekten belegt, sondern bezieht sich auf Standort, Betreiber und auf die Tatsache, ob das Hotel nach 20 Jahren noch bestehen wird.“
„Nachhaltigkeit ist ein ökonomisches und soziales Thema, nicht nur ein ökologisches“, erläuterte Peter Goerke, Teamleiter Hochbau bei der URS Deutschland GmbH. Eine Untersuchung in den USA habe allerdings gezeigt, dass sich umweltfreundliche Hotels besser vermieten ließen und dass ihr Wiederverkaufswert höher sei als bei herkömmlicher Bauweise. Dies führe letztendlich auch zu einer besseren Finanzierbarkeit. Es müsse allerdings zwingend eine Möglichkeit gefunden werden, die Nachhaltigkeit in den Immobilienwert zu integrieren. „Wir müssen zu einer Messbarkeit des ‚added value’ kommen. Zukunftsweisende Konzepte reichen von der Entstehung über den Betrieb und die Rückgabe einer Immobilie bis zu ihrem eventuellen Rückbau“, so Goerke.
Skepsis herrscht in der Branche auch über die Bereitschaft der Banken, das Umrüsten von Betrieben auf umweltfreundliche Energie zu finanzieren. „Banken finanzieren Anlagen zur Erzeugung von regenerativen Energien nicht gerne und der Hotelier steckt sein Geld auch lieber in die Lobby oder in Zimmer“, bedauerte Frank Martin von der Proenergy Contracting GmbH.
Dennoch: Ökologische Konzepte werden zunehmen. Das hat vor allem zwei Gründe:
Zum einen steigen die gesetzlichen Anforderungen. Man denke nur an den in Deutschland eingeführten Energieausweis, den Immobilien-Vermieter oder -Verkäufer seit einiger Zeit vorlegen müssen. Im Kommen ist auch die Zertifizierung von Gebäuden nach Umweltkriterien. Erst in diesem Jahr wurde das DGNB Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) entwickelt. Es basiert im Wesentlichen auf den bisher gebräuchlichen Zertifikaten für „grüne Gebäude“ BREEAM (BRE Environmental Assessment Method) aus Großbritannien und LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) aus den USA, wurde aber um den Lebenszyklusgedanken erweitert und bezieht auch ökonomische und soziokulturelle Punkte ein.
Zum anderen erwartet Immobilienentwickler Druck von den Betreibern. „Nachhaltigkeitsmanager auf Betreiberseite werden in der Zukunft die Regel sein“, erläuterte Hotour-Geschäftsführerin Martina Fidlschuster. Bereits heute stellen Hotelketten an die von ihnen betriebenen Immobilien ökologische Anforderungen. Getrieben werden sie dabei vor allem durch die damit einhergehenden niedrigeren Energiekosten, die inzwischen zu den größten Kostenblöcken eines Hotelbetriebs zählen.
Laut Martin Bowen, Entwickler bei der InterContinental Hotels Group, spart ein Hotel bei grün zertifizierter Bauweise im Vergleich zu einem herkömmlich gebauten Haus gleicher Größe ein Drittel an Energiekosten. Entstehen durch ökologische Bauweise höhere Kosten, könnten diese zumindest teilweise auf den Betreiber umgelegt werden. Laut Markus Lehnert, Entwickler bei Marriott, ziehen Anforderungen an eine ökologische Bauweise der Hotels langsam in die Designguides der Ketten ein.
Am Beispiel des Lefay Resorts am Gardasee erläuterten Architekt Hugo Demetz und Ingenieur Norbert Klammsteiner, dass sich höhere Investitionskosten in ein energieeffizientes Gebäude innerhalb von sechs Jahren durch die Energieeinsparung amortisieren lassen. Beim Bau des Hotels wurde unter anderem eine Holzschnitzelanlage mit Gas, Fotovoltaik und Solartechnik kombiniert. Die Primärenergieeinsparung beläuft sich auf 47 Prozent. Doch nicht nur die Einsparungen spielten bei der Konzeption eine Rolle. „Es gibt eine entsprechende Gästeschicht im höheren Segment, die umweltfreundliche Hotels aus Überzeugung bevorzugt“, erläuterte Demetz. „Und diese wollten wir nicht nur Six Senses überlassen.“
Info:
BREEAM (BRE Environmental Assessment Method) www.breeam.org
LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) www.leed.us
DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) www.dgnb.de
Klaus Titel, Pforzheim
30.06.2009 um 17:32
Betreff: Sauberen Hotels gehört die Zukunft
Eigentlich müssten dann ja alle Anbieter von Reinigungs-Dienstleistungen ein HOCH erleben. Besonders die Dienstleister die ein innovatives Reinigungsverfahren für Matratzen-Hygiene entwickelt haben. Hier ist, bis auf wenige Ausnahmen noch kaum ein Beherbergungsbetreiber, bereit zu investieren. Dabei würde diese Investition ( 0,06 Euro pro Matratze und Tag ) einmal jährlich dazu führen, eine hygienisch saubere Matratze zu bieten und auch die Lebensdauer der Matratze verlängern. Ohne hier mal vom Gast zu reden, dieser würde dieses mit Sicherheit honorieren und ganz bestimmt auch in seinem Umfeld dieses Haus empfehlen. ( NEUE GÄSTE ) Nicht umsonst ist dieses Verfahren als einziges von der DEHODGA akzeptiert und wird im Kriterienkatalog mit 15 Punkten bewertet.Auch die führenden Institute Fresenius und Hohenstein haben dies innovative Dienstleistung zertifiziert. SAUBERKEIT BEGINNT AUCH IN DER MATRATZE " BETTWANZEN AUF DEM VORMARSCH " Artikel in der AHGZ.