Online-Marketing
Schlechte Noten für Bewertungsportale
von Raphaela Kwidzinski
BERLIN. Nur selten kann sich der Gast auf Hotelbeschreibungen von Bewertungsportalen verlassen. Das stellt die Stiftung Warentest in der Februar-Ausgabe Test 2/2010 fest. Sie hat die führenden 13 Portale überprüft.
Testkriterien waren dabei Organisation und Detailtiefe der Bewertungsabgabe sowie Schutz vor manipulierten Bewertungen. Die Informationen, die die Portale über die einzelnen Hotels lieferten, testete die Stiftung Warentest auf Aktualität, Darstellung und Umfang. Dabei stellte sich heraus, dass insbesondere der Schutz vor Manipulationen oftmals nicht gewährleistet wird. Ebenso zeigt der Test Verbesserungspotenziale bei den Voraussetzungen zur Bewertungsabgabe auf.
Der Hotelverband Deutschland (IHA) hat daher angekündigt, die Zusammenarbeit seines
europäischen Dachverbandes HOTREC (Hotels, Restaurants & Cafés in Europa) mit allen relevanten Hotelbewertungsportalen zu intensivieren. "Die Hotelverbände in Europa haben zehn Prinzipien zum Schutz vor Manipulationen und ungerechten Bewertungen entwickelt", erläutert Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer es IHA und zugleich Vorsitzender des HOTREC-Qualitätsausschusses.
Hotelgäste und Hoteliers können sich transparent und detailliert im Internet unter www.hotelreviewsites.hotrec.eu über die Rückäußerungen und Ausführungen der in den Dialog mit der Branche eingetretenen Bewertungsportale informieren.
Dem IHA gehören mehr als 1000 Häuser des mittleren und oberen Marktsegments
aus Individual-, Kooperations- und Kettenhotellerie an. Er vertritt die Interessen der Hotellerie auf nationaler und internationaler Ebene.

Dirk Maass, Hamburg
16.12.2010 um 11:36
Betreff: Validität der Bewertungen
Das Hauptproblem ist die Validität der Bewertungen. Bei fast allen Bewertungsportalen kann auch mein Hund bewerten... Validität erreicht man nur durch Prüfung. Z. B. indem man sich die Buchungsbestätigung oder Rechnung vom Hotel oder Restaurant vorlegen lässt. Ist aufwändig, aber der einzig sichere Weg. Das B2B-Bewertungsportal Benchpark.com (http://www.benchpark.com) macht es vor und akzeptiert u. a. nur Mailadressen, aus denen das bewertende Unternehmen erkennbar ist - und fragt im Zweifelsfalle nach. Kommt keine befriedigende Antwort zu Anlass und Hintergrund der Bewertung, wird die Bewertung abgelehnt. Die Ablehnungsquoten werden regelmäßig veröffentlicht.