Kulinarium
Über den Tellerrand
In diesem Jahr war ich erstmals bei der ProWein in Düsseldorf. Bisher hatte ich diese Messe meinen beiden Sommelieren überlassen. Neben netten Kollegen, Journalisten der AHGZ, mehr oder minder bekannten Sommeliers, einer Fülle an bekannten Winzern und etwas in der Motorik derben Messebesuchern habe ich mit befreundeten Winzern und Kollegen diese Messe erlebt.
Die Auswahl der Anbieter war hervorragend, der „Place of Happiness“ eindeutig die Halle der VDP-Weingüter. Für mich konnte ich kleinere, bisher nicht auf dem Markt etablierte Nischenprodukte finden, welche in naher Zukunft sicherlich noch mehr von sich hören lassen werden. Nach einigen Weinproben und diversen Einladungen verspürte ich erhebliche Beeinträchtigungen meiner Sensorik.
Bekannte und Freunde aus anderen Branchen beneiden mich um solche Messebesuche, verglichen mit der Hannover Messe oder der Cebit ist die ProWein die Offenbarung des guten Geschmacks. Im Gegensatz zu den großen Messen Internorga und Intergastra hat die ProWein, trotz der oben angesprochenen Beeinflussung durch Alkohol, mehr Eleganz und Esprit. Das liegt sicherlich auch daran, dass diese Messe ProWein und nicht ProBier heißt.
Das Fazit ist eindeutig, die Fahrt nach Düsseldorf hat sich gelohnt. Neben der Kontaktpflege haben wir für unsere Betriebe neue Weine entdeckt, selbst ein Cremant, der perfekt Wildgerichte begleitet, war dabei. Auch beim abendlichen Ausflug in die Kollegenwelt der Rheinmetropole haben wir neue Eindrücke gesammelt. Eine Messe bildet – grundsätzlich! Für mich ist die ProWein eine Messe mit Favoriten-Status.


