Betriebspraxis
Vorsicht: Sicherheitslücken abseits der WM
Zum Event werden Einsatzkräfte knapp / Fachverband FQH: Hotels und Restaurants sollten Sicherheitskonzepte überprüfen
STUTTGART Die Fußballweltmeisterschaft rückt näher. Eines der zentralen Themen war und ist die Sicherheit während der WM. Um diese zu gewährleisten, werden zahlreiche Polizeibeamte, Feuerwehrleute und Mitarbeiter von Rettungsdiensten im Einsatz sein. Doch wie sieht es in dieser Zeit mit der Sicherheit abseits des WM-Geschehens aus? „Wer meint, die Helfer seien ja nur für die Dauer des Spiels im Einsatz, irrt gewaltig“, betont Ulrich Jander vom Fachverband für Qualität in Hotels, Krankenhäusern und Altenheimen (FQH). Während der WM-Begegnungen seien zahlreiche Sicherheitskräfte für mehrere Stunden in und um die Austragungsorte herum im Einsatz. Komme es während dieser Zeit zu einem anderen Schadensgroßereignis seien personelle Engpässe nicht zu vermeiden, glaubt der Sicherheitsfachmann.
Natürlich werde zum Beispiel die Feuerwehr immer eine Mindestbesetzung haben, doch sei es durchaus denkbar, dass bei einem Hotelbrand eine komplett andere Mannschaft zum Löschen anrückt, die das Hotel und die räumlichen Gegebenheiten vielleicht gar nicht kennt. Der Fachverband empfiehlt daher allen Hoteliers, sich auf diese Möglichkeit vorzubereiten und ihr Brandschutzkonzept zu überprüfen.
Auch im Bereich der Polizei sieht Jander mögliche Sicherheitslücken für die Hotels durch abkommandierte Beamte. Deshalb rät er den Hotels dringend, schon im Vorfeld entsprechende Konzepte zur Sicherheit der Gäste zu erarbeiten, damit Diebe und Betrüger gar nicht erst die Möglichkeit zum Stehlen bekommen.

