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Walter Trummer,
der selbst Schul-
abbrecher ist, hat die Weiterbildungsakademie Carriere & More gegründet
Foto: Michael Sudahl

Drei Fragen an

Walter Trummer

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/6 vom 4. Februar 2012

1. Herr Trummer, welche Voraussetzungen muss man schaffen, um effektiv und schnell lernen zu können?

Am wichtigsten finde ich, herauszufinden, welcher Lerntyp man persönlich ist. Das ist ganz entscheidend. Es gibt auditiv, visuell und kinästhetisch veranlagte Menschen. Je nach persönlicher Ausprägung sollten die Lernmaterialien also zum Hören, Ansehen oder zum Erfahren, im Sinne von Erleben, sein. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Erkenntnis, dass Lesen nicht Lernen ist. Wer nur seine Notizen durchliest, lernt nicht. Wissen ins Gedächtnis eingraben heißt, mit dem Stoff zu arbeiten. Aufgaben oder Projekte dazu zu erledigen oder Dritten darüber zu berichten. Das leistet den Wissenstransfer ins Gehirn und wird dort als „verstanden“ abgelegt.

2. Sie selbst hatten Ihre Not in der Schule. Was haben Sie für Lehren gezogen?

Lernen muss Freude machen. Sonst wird das nichts. Viele Menschen haben eine schlechte Erinnerung an ihre Schulzeit. Diese war geprägt von Druck und Enttäuschungen. Wenn es in der Erwachsenenbildung gelingt, diese schlechten Eindrücke zu überwinden, hat man gewonnen. Etwa, in dem in kleinen Lerngruppen und in Teams gearbeitet wird, statt beim Frontalunterricht nichts zu verstehen.

3. Ihr finaler Tipp fürs schnelle Lernen?

Mäßiges aber regelmäßiges Wiederholen. Eine gute halbe Stunde pro Tag wiederholen reicht, um einen sichtbaren Lernerfolg zu erzielen. In kleinen Schritten wird der Lernberg schrittweise erklommen, anstatt kurz vor einer Prüfung Nächte lang durchzulernen – meist ohne befriedigendes Ergebnis.

Michael Sudahl




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