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Sorglos Wandern: Peter von Agris (r.) und Stefan Laskewitz schicken die Gäste per Cyber-Scout sicher durch die EifelFoto: Marx

Betriebspraxis

Wenn Hotelgäste per Satellit über Wanderwege geführt werden

Zusatzservice: Hotelier von Agris hat ein Navigationssystem für Gäste entwickelt / Registrierung für Kollegenbetriebe möglich

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/18 vom 6. Mai 2006
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HÜRTGENWALD „Was dem Autofahrer billig, ist dem Wanderer recht“, lacht der Hotelier Peter von Agris. Nach dem Prinzip des Navigationssystems für Autos hat von Agris gemeinsam mit dem Computerfachmann und Qualitätsmanager Stefan Laskewitz „Egotrek“, einen Cyber-Scout für Wanderer, erfunden. Die Hälfte aller Deutschen wandern, das sagt eine Studie der Universität Marburg. Wanderer sind auch eine der Hauptzielgruppen des Hoteliers von Agris, der nun seine Gäste sicher per satellitengestützter Navigation und Taschen-PC auf Wanderschaft durch die Eifel schickt. Für die Ferienhotellerie und -Gastronomie ist „Egotrek“ ein brandneues kostengünstiges und zeitgemäßes Marketinginstrument.

Die Idee, das globale Positionsbestimmungssystem GPS als Wanderführer zu nutzen, kam Peter von Agris in Berlin, wo er einen digitalisierten Stadtplan sah. „Das Internet boomt, Wandern, Nordic Walking und Mountain Biking liegen voll im Trend – da musste Egotrek einfach ein Erfolg werden“, waren die beiden Tüftler von Agris und Laskewitz sicher.

Schon die Testphase mit nur wenigen Routen aus der Region um Hürtgenwald war ein voller Erfolg: 650.000 Besucher und 260.000 herunter geladene Wanderkarten in den ersten zwölf Monaten. In 2006 wird mit rund 100.000 Besucher pro Monat auf dem Portal von Egotrek gerechnet.

Für den innovationsfreudigen Inhaber des Landhotels Kall in Hürtgenwald ist Egotrek vor allem ein Instrument, sich erfolgreich von den Mitbewerbern abzusetzen. „Unsere Gäste sind begeistert, denn sie können kostenlos und an jedem PC bequem ihren Aktivurlaub planen, wichtige Informationen abrufen wie Wander- und Radkarten und aktuelle Insidertipps. Das ist ein Service, der die Menschen direkt in die Region bringt.“

Von Agris und Laskewitz „füttern“ das Internet-Portal nämlich nicht nur mit Routen, sondern mit Sehenswürdigkeiten, Museen, Schwimmbäder- und Freizeiteinrichtungen und gastronomischen Angeboten. 120 oder 144 Euro pro Jahr kostet für touristische Anbieter sowie Kollegen aus Gastronomie und Hotellerie die Registrierung bei Egotrek. Die Einmalige Einstellungsgebühr beträgt 80 Euro.

Besondere Vorteile für Gastronomen und Hoteliers bietet die Datenbank durch das Einstellen von aktuellen Specials. Die Verlinkung mit der Homepage des Betriebes ist eine erweiterte Kommunikation, die wiederum provisionsfreie Buchungen generiert. Alle bei Egotrek eingestellten Informationen sind automatisch in das GPS-System integriert. „Jeder erhöht damit seinen Bekanntheitsgrad und damit auch die Zahl der Gäste“, weiß von Agris. Die Eifel ist bereits so gut wie digitalisiert. Andere Ferienregionen nimmt das findige Duo zurzeit in Angriff.

Dank der modernen Taschen-Computer mit hoher Rechnerleistung kann der Gast sich die Informationen und Karten nicht nur ausdrucken, sondern überspielen. „Ein Taschen-PC kostet heute rund 400 Euro, die Preise werden dramatisch sinken ähnlich wie bei Handys“, so Peter von Agris. Seinen Gästen, die einfach drauflos marschieren oder die eigens für vom Hotel entwickelte Route erkunden wollen, stellt er kostenlos den handtellergroßen PC zur Verfügung. Start ist am Hotelparkplatz: Ein Griff in die Jackentasche, einschalten und schon erscheint auf dem Display die Karte. Peter von Agris und Stefan Laskewitz sind sicher: „Das wird der Renner bei Wanderern.“

www.egotrek.de

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