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Im Einsatz: Bewegliche Werbeflächen erzeugen Energie Foto: Unternehmen

Management & Praxis

Werbung liefert Strom

Pfiffige Marketing-Idee: Werbewindkraftanlagen einsetzen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/9 vom 27. Februar 2010

CLOPPENBURG. Wer nicht wirbt, der stirbt. Die Verantwortlichen der Firma BlueTerra Wind Media in Cloppenburg haben eine Marketing-Idee entwickelt, die auch fürs Gastgewerbe interessant ist: Werbewindkraftanlagen. Was steckt dahinter? „Werbeträger, Wegweiser und Windkraftanlage in einem“, fasst Geschäftsführer Hans-Jürgen Dreckmann kurz zusammen.

Für die ausführlichere Antwort nennt er Fakten: Die Anlagen sind sechs bis 30 Meter hoch und mit Generatoren ausgestattet, die pro Jahr bis zu 40.000 Kilowatt Strom für den Eigenbedarf erzeugen. Je nach Größe stehen 5 bis 50 Quadratmeter Werbeflächen am Mast und an der Spitze zur Verfügung, auf denen etwa Logos präsentiert werden können. 7000 Euro kosten kleine Türme, 95.000 die größten, wie man sie in herkömmlicher Art von Autobahnausfahrten kennt.

Genau diese herkömmliche Art, finden die BlueTerra-Macher, habe heutzutage ausgedient. „Werbetürme, die für die Beleuchtung Energie benötigen und damit Kasse und Umwelt belasten, sind einfach nicht mehr zeitgemäß“, sagt Werner Sackmann aus der Geschäftsleitung. Also erdachten die Cloppenburger die Werbewindkraftanlagen, die Marketing und Umweltschutz verbinden. Und das geht so: Ihre ursprüngliche Aufgabe erfüllen die Anlagen durch bewegliche Werbeflächen. „Drehende Schilder in zehn, 20 Metern Höhe – da schaut das Auge automatisch hin“, sagt Geschäftsführer Dreckmann. Hinzu kommt dank integrierter vertikaler Generatoren (die weder Schatten werfen noch Geräusche machen) die energetische Nutzung des Windes. „Mit dem Strom, den eine größere Anlage erzeugt, kann man das Wasser für einen ganzen Hotelbetrieb erwärmen“, sagt Sackmann.

Die Idee hat neben Mittelständlern und Kommunen auch mehrere Großunternehmen überzeugt: Ikea, Coca- Cola oder McDonald's besitzen bereits Werbewindkraftanlagen. Bei der Investition spielte für sie auch das Argument „Grün“ eine wichtige Rolle: „Heutzutage ist ein grünes Image ein wichtiger Wettbewerbsfaktor“, sagt Hans-Jürgen Dreck mann. alex



www.blueterra.info

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