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Ein Prosit auf die neue Schule: v.l. Harald Becker (Stv. Schulleiter), Dr. Utz I. Küpper (WBF-DO), Michael Deterding (Architekt), Jürgen Clausen (Schulleiter), Jürgen Wolf (Vorsitzender Schuträgerverein).

Aus- und Weiterbildung

WIHOGA zieht in größeres Gebäude

Neubau mit 20 Klassen und weiteren Fachräumen für 450 Schüler bis Sommer 2006 fertig

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2004/29 vom 17. Juli 2004

„Die Sommerferien sind wegen des Umzugs gestrichen“, scherzte Schulleiter Jürgen Clausen bei der Vorstellung des neuen Gebäudes, das gegenüber der jetzigen Schule auf einem Gelände der Stadt Dortmund errichtet wird. Für rund 100 Schüler war das alte Gebäude gedacht. Zur Zeit lernen hier rund 370 junge Leute an der einzigen Schule in NRW, die für das Gastgewerbe Bildungsgänge von der Berufsvorbereitung über die duale Ausbildung bis hin zur Management-Ausbildung mit dem Abschluss als Staatlich geprüfter Betriebswirt bereit hält. Die Wartezeiten von eineinhalb Jahren, die als Zeichen der Qualität zu werten sind, bargen aber auch die Gefahr der Abwanderung von Schülern. Der neue Gebäudekomplex wird mit 20 Klassen und weiteren Fachräumen rund 450 Schüler, Raum bieten. In einem eigenständigen Trakt werden 150 Apartments errichtet.

Der Gefahr, dass diese Schule, die den Ruf der Stadt Dortmund in alle Welt hinaustrug, einen anderen Standort suchen würde, kam die Stadt mit der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung (WBF-DO) entgegen durch die Bereitstellung des Grundstücks inklusive der Baurechte. Finanziert wird das neue Gebäude durch den Trägerverein der Schule und die Ablösung des noch rund 53 Jahre bestehenden Erbbaurechts am alten Standort. Der Neubau wird 11 Mio Euro kosten. „Da die Kosten der Sanierung und Erweiterung des alten Gebäudes nur einen Kostenvorteil von 5 Prozent ausmachten, haben wir uns für den Neubau entschieden“, erklärte Jürgen Wolf, Vorsitzender des Trägervereins. Wolf lobte den „Rückenwind“, den NRW-DEHOGA-Präsident Helmut Otto bei dem Projekt hatte zuteil werden lassen, und die Hilfe bei rechtlichen Fragen durch den Hauptgeschäftsführer RA Klaus Hübenthal.

WBF-DO-Geschäftsführer Dr. Utz I. Küpper lobte vor allem die Eigeninitiative der Schule, die damit der Zielsetzung der Stadt Dortmund „Investieren statt subventionieren“ entspräche. „Eigeninitiative ist der Kern unserer Lehrinhalte — und das leben wir auch“, so Harald Becker als stellvertretender Schulleiter.

1972 wurde erstmalig der Abschluss „Staatlich geprüfter Betriebswirt Fachrichtung Hotel- und Gaststättengewerbe“ verliehen. Der 1996 ohne staatliche Förderung entwickelte Zusatzstudiengang „Catering-Management“ brachte der Schule den Innovationspreis des Verbandes Deutscher Privatschulen ein, beim Innovationswettbewerb Aus- und Weiterbildung des DIHT und der Wolf-von-Amerongen-Stiftung war er unter den 20 besten Initiativen. Beispielhaft für Internationalität und Qualität der Schule ist auch die Anerkennung des WIHOGA-Diploms als Bachelor-Degree an der größten amerikanischen Universität, der Johnson and Wales University Providence. 5WIHOGA-Absolventen erhielten 2003 als beste unter 500 Studenten aus 30 Nationen ihren Master of Business & Administration.

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