Studie
Bewertungsmanagement ist Chefsache
WORMS/BERLIN. In Zeiten des Web 2.0 haben Internetbewertungen erheblichen Einfluss auf die Verkaufschancen, auch im Hotel. Hoteliers sollten sich deswegen aktiv mit Online-Bewertungen auseinandersetzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die die ITB Berlin und die Fachhochschule (FH) Worms erhoben haben.
Die Studie stellt Professor Roland Conrady am Freitag im Rahmen des ITB Berlin Kongresses vor. Die AHGZ präsentiert einige Ergebnisse vorab.
Ein deutliches Ergebnis: Bewertungsmanagement ist meist Chefsache. Im fast der Hälfte des befragten Hotels sichtet der General ManagerMitarbeiter der Hotelleitung mit der Aufgabe, die Interessen des Hotelunternehmers wahrzunehmen.
weiter mit Mausklick... persönlich die Einträge in den Bewertungsportalen. Bei rund 40 Prozent der Hotels ist ein Abteilungsleiter damit betraut. Ein Drittel der befragten Hoteliers nutzt eine Softwarelösung, etwa von Trustyou, Hotelnavigator oder Customer Alliance, um die zahlreichen Bewertungen zu sichten.
Fast die Hälfte der befragten Hoteliers hat bereits Erfahrungen mit gefälschten Bewertungen gemacht. Die Herausgeber der Studie empfehlen in diesen Fällen, die jeweilige Plattform zu kontaktieren und die Löschung der Bewertung zu beantragen.
Positive und wahrheitsgemäße Bewertungen können hingegen eine Hilfe im Marketing sein. Mehr als zwei Drittel der befragten Hoteliers regen daher ihre Gäste aktiv dazu an, Bewertungen auf Portalen wie Holidaycheck, Booking.com, HRS oder Trivago abzugeben. Die ITB Berlin und die FH Worms empfehlen außerdem, ein eigenes Bewertungssystem einzurichten.
Für die Studie wurden 330 Interviews mit Hoteliers in Deutschland geführt. 43 Prozent der Studienteilnehmer arbeiten in der Kettenhotellerie. Die Hälfte der befragten Hotels sind konzentrieren sich auf Freizeitgäste, die andere auch Businessgäste.


