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Anerkennung vom Gast: Das Extra für den Service im Restaurant oder Hotel Foto: Klaus-Uwe Gerhardt/Pixelio.de

Umfrage

Deutsche geben am meisten Trinkgeld

15. Mai 2012

MÜNCHEN. Pourboire, Tip, Bakschisch – TrinkgeldFreiwillige Zuzahlung eines Gastes für eine Dienstleistung.
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ist fast überall ein Thema und für viele Mitarbeiter im Gastgewerbe ein wichtiger Bestandteil des privaten Budgets. Eine Umfrage des Reise-Portals kommt zu dem Schluss, dass deutsche Gäste besonders großzügig sind.

Deutsche Reisende kennen sich demnach mit den Trinkgeld-Gepflogenheiten am Ferienort aus und sind spendabel. Mehr als zwei Drittel (72 Prozent) der rund 900 befragten Bundesbürger fühlen sich sicher im Umgang mit im Urlaub und sind überzeugt, zu wissen, wo wie viel angemessen ist. Denn mehr als die Hälfte (55 Prozent) informiert sich vor der Abreise über die landestypischen Gepflogenheiten und variiert den Prozentsatz je nach Land und DienstleistungDienstleistungsmerkmale.
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(83 Prozent).

Freundlichkeit ist am wichtigsten

Besonders in Regionen wie den USA, in denen Trinkgeld zum Gehalt der Angestellten zählt, sind die Teilnehmer geneigt, auf jeden Fall in die Tasche zu greifen (49 Prozent). Allerdings muss der Service auch überzeugen: 66 Prozent geben an, dass sie nur Bedienungsgeld geben, wenn die Dienstleistung den Erwartungen entspricht. Dabei werden Freundlichkeit (57 Prozent) und Höflichkeit (12 Prozent) als wichtigste Kriterien genannt.

Im Ländervergleich mit Spanien, Italien, Großbritannien und Frankreich sind die deutschen Reisenden besonders großzügig. Mehr als zwei Drittel (63 Prozent) geben immer Trinkgeld im Urlaub, der Umfragedurchschnitt liegt bei 37 Prozent. Daran hat auch die angespannte Wirtschaftslage nichts geändert, nur knapp ein Drittel der Bundesbürger hat den Betrag deshalb reduziert, 74 Prozent entlohnen guten Service weiterhin wie gehabt. Im Länder-Vergleich führt Deutschland damit – der Mittelwert liegt bei 59 Prozent.

Regionale Unterschiede

„Die Umfrage zeigt, die deutschen Trip-Advisor-User informieren sich vor Antritt der Reise detailliert über Sitten und Gebräuche“, sagt Pia Schratzenstaller, Pressesprecherin von Trip Advisor in Deutschland. „Ein kluger Schachzug, denn so beugen sie kulturellen Missverständen vor – in China zum Beispiel wird Trinkgeld in ländlichen Regionen immer noch sehr häufig als Beleidigung empfunden.“

Die Trip-Advisor-Umfrage wurde vom 27. April bis 4. Mai 2012 durchgeführt. An der Umfrage nahmen europaweit 5595 Nutzer der Reise-Website teil, darunter 908 Deutsche. red/beh

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