Deutscher Hotelkongress

Meldet erfreuliche Zuwächse: Rolf Westermann, Chefredakteur der AHGZ

© Alexandra Leibfried

Deutscher Hotelkongress 2016

"Die Durststrecke bei den Raten ist zu Ende gegangen"

1. Februar 2016

BERLIN. Für die Hotellerie in Deutschland war 2015 das beste Jahr seit mehr als einer Dekade. Die wichtigste wirtschaftliche Kennziffer, der Erlös^ Umsatz.
weiter mit Mausklick...
pro verfügbarem Zimmer (RevPar), stieg nach Erhebungen des Marktanalyseunternehmens um 4,6 Prozent verglichen mit dem Vorjahr im bundesweiten Durchschnitt auf 70,20 Euro. Diese Zahlen stellte AHGZ-Chefredakteur am Montag beim Deutschen Hotelkongress im Hotel Interconti in Berlin vor. Fairmas wertet täglich die Daten von rund 1170 Hotels in Deutschland aus.

„Erstmals seit vielen Jahren ist die Durststrecke bei den Raten zu Ende gegangen“, sagte Westermann. Während von 2010 bis 2014 insgesamt nur ein Plus von 1,4 Prozent erzielt wurde, legten die Raten allein im vergangenen Jahr um 2,8 Prozent zu. „Damit ist der Wert im internationalen Vergleich aber immer noch deutlich zu gering.“ Die Auslastung der Hotelzimmer stieg nach Angaben von Fairmas um 1,2 Punkte auf 71,2 Prozent.

Die meisten wirtschaftlichen Branchen-Daten waren 2015 positiv: Die Übernachtungszahlen stiegen nach einer PrognosePlanung der Vertriebsziele anhand vergangenheitsbezogener Daten, um voraussichtliche Entwicklungen abzuleiten.
weiter mit Mausklick...
des Statistischen Bundesamts Destatis um drei Prozent auf rund 436 Millionen, das ist der sechste Rekord in Folge. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Gastgewerbe überschritt erstmals die Millionengrenze. Nach Angaben von Destatis legte der UmsatzWertmäßige Erfassung des Absatzes einer Unternehmung.
weiter mit Mausklick...
der Hotellerie im Zeitraum Januar bis November preisbereinigt um 2,3 Prozent zu.

München, Frankfurt und Berlin an der Spitze

Dennoch verlief die Entwicklung in Deutschland unterschiedlich. Die höchste Rate erzielten Hotels in München mit durchschnittlich 130 Euro pro Zimmer gefolgt von Frankfurt (110 Euro), Berlin kommt auf 93 Euro, am Ende der Skala liegen Bremen (78), Leipzig (76) und Dresden (73 Euro). Besonders positive Entwicklungen gab es in Köln, Heidelberg und Bonn, Absteiger waren wegen des ungünstigen Messekalenders Düsseldorf, Nürnberg und Essen/Bochum.

Während die Zimmerzahl in den vergangenen zehn Jahren um rund sieben Prozent auf 954.000 zulegte, nahm die Zahl der Hotels um fast 14 Prozent auf nunmehr zirka 33.000 ab. „Der Fokus liegt oft auf den neuen Hotels“, erklärte Westermann. „Dabei gibt es jedes Jahr auch einige Hundert Betriebsaufgaben. Gründe sind, dass kein Nachfolger gefunden wurde oder die Wirtschaftlichkeit nicht gegeben war oder neuerdings auch, weil Häuser in Flüchtlingsheime umgewandelt werden.“

Ein erster Ausblick für 2016 ergab Steigerungen des RevPar im Januar in Frankfurt, Hamburg und Berlin sowie Rückgänge in München und Düsseldorf. Bundesweit stieg der RevPar nach Angaben von Fairmas im Jahresvergleich um 1,9 Prozent. Für April sind die Erwartungen sehr hoch. „Reisen ist ein Megatrend. Insgesamt ist der Markt robust. Die furchtbaren Terroranschläge von Paris, Istanbul und Burkina Faso führen derzeit nicht zu einer Trendwende. Das muss aber nicht für alle Zeit so bleiben“, bilanzierte Westermann.

Zum Deutschen Hotelkongress der - Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung und der Conference Group (1. und 2. Februar 2016) haben sich fast 700 Teilnehmer angemeldet. Zu den Höhepunkten gehören Keynotes von Accorhotels-Chef Sébastien Bazin und des CEO der Steigenberger Hotel Group, Puneet Chhatwal. red/lef


ThemenalarmKommentierenDrucken
Veranstaltungen bringen Gäste: Ob in der Allianz Arena oder auf der Messe.
Auch interessant

Juni-Messen geben München Schwung

Drei Messen läuteten in der Bayernmetropole den Sommer ein. Der Hotellerie mit Ausnahme der 5-Sterne-Häuser brachte das gute Kennzahlen. Allerdings wird die Konkurrenz demnächst zunehmen. mehr...

Lesen Sie hierzu auch folgende Artikel:

Weitere Artikel zu den Themen:

Diesen Artikel bei Google+, Xing, Twitter oder Facebook weiterempfehlen:

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel

Anzeige