Ranking
Frankfurts Gastronomen im Ranking
von Barbara Goerlich
FRANKFURT/M. Seit 24 Jahren werden Frankfurts Gastronomen einmal jährlich benotet. Die Rolle des „Lehrers“ hat das Stadtmagazin Journal Frankfurt inne. In diesem Jahr wurden mehr als 260 Restaurants auf Topf und Teller geprüft und die Ergebnisse in vielen Rubriken als "Tops" oder "Flops" gelistet.
Die Tops
Die vorderen Ränge in der Rubrik "Exklusiv" belegen nach Schließung von Mario Lohningers Silk nun Mathias Schmidt von der Villa Merton, gefolgt von Patrick Bittner vom Francais und Thomas Haus, Patron im Goldman-Restaurant.
Das Seven Swans, wo jeden Abend nur ein Menü serviert wird, hat es auf Platz 1 in der Rubrik „Dinner for Two“ geschafft. Der Klassiker Ernos Bistro belegt Platz sieben, gefolgt vom Emma Metzler, dem frisch renovierten Maintower und dem Weinsinn im Westend.
Das Tiger-Restaurant mit seinem neuen Küchenchef Andreas Krolik und das neue Restaurant Lafleur mit Alfred Friedrich sind noch nicht gelistet. Beide eröffnen erst im Spätsommer.
Die Flops
Die Flop-Liste ist in diesem Jahr durchaus prominent besetzt. Die Gerbermühle fiel „mit trockener Roulade, kaltem und ebenfalls trockenem Tafelspitz“ auf. Das Charlot am Opernplatz sei der Beweis, dass man „in jeder Metropole dieser Welt: In den besten Lagen durchschnittlich, teilweise aber auch schlecht essen kann“. Das Jaspers in Sachsenhausen tat sich mit schlechter Küchenleistung hervor, ebenso die Yours Australian Bar, das El Pacifico am Sandweg und die Chalet Multilounge.
Auch die neuen Betreiber des Malepartus gerieten dank „versalzenem Fisch (Leseprobe und weitere Informationen zum Buch "Fisch") und Tafelspitzbrühe ohne Tafelspitz“ auf die Flop-Liste. Im Weidemann werden Gäste mit „matschigem Pulpo, versalzener Sauce zur Lammhaxe oder übersüßem karamellisiertem Apfel zur arglosen Gänsestopfleber“ traktiert. Im Alten Zollhaus fühle man sich nach Zander im Currymantel in Discounterqualität und aromafreier Tomatensuppe“ nicht eben besser.
Damit nicht genug, wurden auch die schwarzen Schafe des vergangenen Jahres einem Nachtest unterzogen, mit teilweise erfreulichen Ergebnissen: Im KuBu am Opernplatz könne man wieder mit Freuden Essen gehen, auch in der Bristol Bar und im Ranch and Sea gibt’s wieder Qualität.
Der Restaurantführer Frankfurt geht aus des Frankfurter Stadtmagazins erscheint in einer Druckauflage von 55.000 Exemplaren. Die Tester sind eine bunte Gruppe aus Lesern, Oft-Essern und Prominenten, die „geheim“ Test essen gehen.

