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Marktdaten

Kein Biergartenwetter: Kalte Tage haben sich auf den Umsatz der Gastronomie durchgeschlagen Foto: W.R.Wagner/Pixelio.de

Konjunktur

Gastgewerbe erwirtschaftet weniger Umsatz

17. August 2012

WIESBADEN. Schlechter Start in den Sommer: Hotellerie und Gastronomie in Deutschland haben im Juni 2012 nominal zwar 2,2 Prozent mehr umgesetzt. Real, also inflationsbereinigt, sank der UmsatzWertmäßige Erfassung des Absatzes einer Unternehmung.
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aber um 0,3 Prozent. Das teilt das Statistische Bundesamt mit.

Im Vergleich zum direkten Vormonat Mai 2012 der Um­satz im Gastgewerbe im Juni kalender- und saisonbereinigt nominal 0,9 % und real 1,3 % niedriger.

Der Umsatz im Beherbergungsgewerbe war im Juni 2012 nominal 2,6 Prozent höher als im Vorjahresmonat, real wurde genauso viel wie im Juni 2011 umgesetzt (±0,0 Prozent). Die Gastronomie setzte nominal 1,8 Prozent mehr und real 0,5 Prozent weniger um als im Vorjahres­monat. Das mag auch an dem schlechten Wetter gelegen haben. „Vor allem die Ausflugsgastronomie, die Eisdielen und Biergärten mussten Umsatzeinbußen hinnehmen“, sagt DEHOGAAbk. für Deutscher Hotel- und Gaststättenverband.
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-Bundespräsident . Die Gastronomen hoffen nun auf warme Spätsommertage und einen goldenen Herbst.

Insgesamt ist das erste Halbjahr 2012 für das Gastgewerbe aber positiv verlaufen: Zwischen Januar und Juni setzten die Betriebe nominal 2,7 Prozent und real 0,5 Prozent mehr um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. DEHOGA-Präsident Fischer resümiert: „Trotz der etwas schwächeren wirtschaftlichen Aussichten lassen sich die meisten Deutschen ihre Lust am Ausgehen und am Urlaub nicht verderben.“ Der Bundesverband weiter davon aus, dass die Gesamtbranche ein nominales Umsatzplus von 2,5 bis 3 Prozent für das Jahr 2012 erreichen wird.

red/rk

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Leser-Kommentare zum Artikel (17)

A JK, Bayern
A JK, Bayern

29.08.2012 um 21:29

Betreff: Herr Manke

Wir drehen uns im KREIS.
Vor einer Woche sagte ich Ihnen bereits das Ignoranz keine Meinung ist, aber es ist Ihr gute Recht.
Sie ignorieren einfach Fakten. Aber ich kann es verstehen. Wenn ich es nicht am eigenen Leib miterleben würde, mit welcher Selbstverständlichkeit, Dreistigkeit und Frechheit Vereine mit Gastronomen umgehen, dann würde ich es selbst nicht glauben.
Es ist schlicht und einfach eine Tatsache und kein Stammtisch bla bla.
Wir haben als Bsp. 1 Jahr lang einem Verein einen Raum (kein Gastraum) zur Verfügung gestellt. Kostenlos!
Der wöchentliche Umsatz belief sich auf unter 20 Euro. Folgegeschäft? Privat keine! Und nun das Unglaubliche,
bei der jährlichen Hauptsitzung dieses Vereins wollte sie das Catering für Ihre Vereinskasse selbst ausrichten.
Mit Verlaub Herr Manke ich weiß von was ich rede, und ich weiß auch, dass es für viele außenstehende nicht glaubwürdig ist und oder übertrieben erscheint. Ich wäre froh, es wäre so.

Roland F.W. Manke, Strande
Roland F.W. Manke, Strande

29.08.2012 um 16:00

Betreff: War es nun das Wetter oder die Schwarzarbeit oder doch was ganz anderes?

Liebe Frau Miller,

ein Vereinsfest so wie (anonym aus Bayern) kolportiert mit 2.000 Gästen kann nicht laienhaft aufgezogen werden; hierfür gibt es Gastronomen, auch sog. Schausteller mit Gestattung (so nennt man die Konzession dort) und andere Gewerbetreibende die das für den jeweiligen Verein besorgen, erledigen, Zelte zur Verfügung stellen, Personal vorhalten, und mit den Ordnungsbehörden die Veranstaltungen absprechen. Das sind Profis, Unternehmer die genauso wie andere ihre Abgaben und Steuern zahlen. Das hat mit Schwarzgastronomie oder Schwarzarbeit nichts, aber überhaupt nichts zu tun und Ihr Vergleich mit Schwarzarbeit im Handwerk ist überflüssig; wo hört z. B. beim Hausbau die Nachbarschaftshilfe auf?

Eine große Zahl dieser Unternehmer sind in der Regel auch gestandene Wirte in ihrer Heimatregion.

Sylvia Miller, Herne
Sylvia Miller, Herne

29.08.2012 um 15:10

Betreff: ist Schwarzarbiet etwas gutes ?

@ Herr Manke
sehr geehrter Herr Manke.

Nicht jeder der Missstände öffentlich macht redet Unsinn.

Ihr Argument das die Schwarzgastronomie legale Betriebe brauch für die Ausführung ist sicher gut gemeint.
Nur würde das ja auch beuten das Schwarzarbeit im Handwerk in Ordnung ist denn schließlich braucht auch die schwarz arbeitende Personen und Betriebe.
den Baumarkt und die Hersteller der Materialien.

Roland F.W. Manke, Strande
Roland F.W. Manke, Strande

29.08.2012 um 08:33

Betreff: Hinweis aus Bayern (anonym)

Das ist doch ausgemachter Unsinn; kommen Sie aus Ihrer Anonymität, nennen Sie doch bitte Ross und Reiter!

Ich kenne keinen Verein, der eine Veranstaltung mit 2000 Gästen ohne professionelle Unterstützung organisieren kann und das sind dann auch konzessionierte (und Steuer zahlende) Betriebe und hierzu zählen aber auch Bäckereinen, Brauereinen und Metzgereien (-Mutti backt den Kuchen Veranstaltungen - werden Sie ja hier nicht meinen?)

Aber offensichtlich haben Sie und Ihre Mitstreiterin so wie Sie hier um sich schlagen, es mit allen Vereinen am Ort verdorben und bleiben nun draußen vor? das ist dann aber Hausgemacht und nicht Systembedingt. Für Sie haben nur immer die anderen Schuld!

Aber die kommen alle mit der Situation klar.

Und wir sind hier bei dieser Diskussion von ganz anderen, den besonderen Umständen des Wetters ausgegangen; aber es ist für einzelne immer bequemer und einfach, den vermeintlichen Schwarzen Peter weiterzugeben, auch wenn die Ursache (s. o.) so nahe liegt.


A JK, Bayern
A JK, Bayern

29.08.2012 um 02:28

Betreff: Herr Manke

Sind die Feuerwehren in Deutschland jetzt käuflich? Ich hoffe nicht? Oder löscht die Feuerwehr nur noch dort, wo man die Klappe hält? Sind wir jetzt soweit das anders argumentierende Menschen ausgegrenzt werden sollen? Ja soweit sind wir mittlerweile.
Gemeinnützigkeit!
Dieser Deckmantel ist der blanke Hohn, wem soll den eine Gemeinheit nützen?
Was ist gemeinnützig und was nicht? Und wer hat von der Gemeinheit einen Nutzen? Und warum muss heute Gemeinnützigkeit in Profit münden?
Gespräche mit Vereinen!
Glauben Sie allen Ernstes das Vereine an Gesprächen interessiert sind? Wissen Sie, warum die Vereine Ihre Feste veranstalten? Gier! Und weil Sie die Möglichkeiten haben diese Gier zu befriedigen. Sonst nichts. Vor einigen Jahren haben sich Vereine über Mitgliedsbeiträge finanziert, heute finden Vereinsfeste mit über 2000 Gäste statt. Wo verdient man wohl mehr? In dem man beides kassiert, RICHTIG!
Rundumschläge gegen Vereine!
Eines möchte ich hier klarstellen, wir sind nicht gegen Vereine! Eigentlich sollten Vereine (Menschen) unsere Gäste sein. Leider werden wir Gastronomen nicht mehr benötigt. Eigenes Vereinsheim (Vermietung für Priv. Familienfeiern) usw. usw. Das Problem liegt aber nicht bei den Vereinen, man kann ja niemanden dafür verantwortlich machen, wenn er nach den Regeln die ihm geboten werden spielt. Es sind die Regeln, die nicht stimmen.
Und erst wenn wir die Regeln ändern, kann sich die Situation für uns Gastronomen verbessern. Andernfalls werden wir Pleite gehen. Der eine früher der andere Später und das ist eine Tatsache. Laut Dehoga 25% in den letzen 10 Jahren. Können sie mir eine Brache nennen, die im gleichen Tempo schrumpft?
Aber sicher ist es einfacher zu sagen, dummer Gastronom! Aber jeder 4. ist für diese Theorie zu viel.
Wenn jeder 4. Autofahrer in 10 Jahren sterben würde, käme keiner auf die Idee zu sagen, die waren alle zu dumm zum Autofahren oder?
Wirte haben keinen Bestandschutz! Da haben Sie mal ausnahmsweise recht, den haben wir wirklich nicht.
Die Frage sollte aber lauten warum haben wir nicht die gleichen Rechte wenn wir schon nicht die gleichen Pflichten haben? Oder sollten die anderen auch die gleichen Pflichten haben?

Und warum macht unser Verband nichts?

Sylvia Miller, Herne
Sylvia Miller, Herne

28.08.2012 um 13:15

Betreff: Schwarzarbeit bleibt Schwarzarbeit

@ Frau Eickmeyer
Sehr geehrte Frau Eickmeyer,
sie haben sicher recht damit das Gastronomen sich wegen ihren Öffnungszeiten besser abstimmen sollten.
Auch ist es so das sich jedes Jahr tausende blauäugig als Gastronomen selbständig machen und scheitern.
wie im jedem anderen Gewerbe auch ist kein Gastronomischer Betrieb perfekt und daher gibt es sich immer etwas zu verbessern.
Es schiebt auch niemand alles auf die Schwarzgastronomie.

Sie müssten sich mal die Situation im südlichen Bayern und Baden Württemberg anschauen.
hier finden unzählige Veranstaltungen statt,meist über mehrerer Tage und mit Professionellen Aufwand.
Die Wirte werden praktisch nie mit eingebunden.
Was würden sie z.B einem Taxiunternehmer in eine Kleinstadt empfehlen, wenn am jeden Wochenende gleich mehrere Vereine ein anderer Verein Taxifahrten anbieten würde.
Soll der Taxiunternehmer dann auch besser werden ?
Das der Staat dafür sorgt das sich alle Beteiligten eines Marktumfeldes an die gleichen Regeln halten müssen ist doch vollkommen legitim.
Warum sollte das nicht auch für das Gastgewerbe gelten ?

Kathrin Eickmeyer, Althütte
Kathrin Eickmeyer, Althütte

27.08.2012 um 12:22

Betreff: Nicht jammern, Lösungen suchen

Alles auf die Vereinsfeste zu schieben, kann es doch auch nicht sein. Auch dort kann man sich je nach Ausrichtung - als Gastronom sicher in einigen Faellen einbringen, z. B. mit einem Wuerstchengrill oder durch die Lieferung eines Bratens fuers Buffet. Auch die ach so boese Friseurin, die ihrem Kunden einen Kaffee oder ein Glas Wasser serviert (kostenlos!), duerfte keine Schuld treffen. Manchmal sorgt auch schlichtweg die falsche Planung für Umsatzausfall.

Ein privates Beispiel aus meiner Sicht als Kunde: Vor Kurzem war es ein wunderschoener, lauer Montagabend, der zum "Draußen sitzen" einlud. So machten wir uns gegen 19.30 auf den Weg nach einem geeeigneten Restaurant/ Biergarten. Im Umkreis von ca. 15 km hatten ALLE entsprechenden Lokalitaeten abgeesehen von einer Ausnahme entweder Ruhetag oder Betriebsferien. Nur ein offenes Restaurant mit schoener Außenterrasse wurde gefunden - und das war so voll, dass die Kellnerin uns trotz einiger freier Tische ankuendigte, dass sie keine weiteren Tische/ Gaeste mehr annehmen duerfe, weil sie sonst Aerger mit dem Kuechenchef bekäme (?!?).

Ich goenne jedem Betrieb seinen Ruhetag oder seine Betriebsferien von Herzen - aber warum alle gleichzeitig? Warum ist man nicht so clever und legt seinen Ruhetag auf Dienstag, wenn die Nachbarschaft am Montag geschlossen hat? Oder warum spricht man sich wegen der Betriebsferien nicht mit den Betrieben in der Nachbarschaft ab? Davon wuerden alle profitieren, Betriebe genauso wie Gäste und gerade in laendlichen Gegenden duerfte es einfach zu handhaben sein.

Sylvia Miller, Herne
Sylvia Miller, Herne

25.08.2012 um 12:33

Betreff: Gastgewerbe erwirtschaftet weniger Umsatz

@ A JK Bayern
Herr Manke beleidigt doch in seinem Kommentar.
Aber das geschieht den Opfer der Schwarzgastronomie ständig.
Auch das Argument das Vereine ein unverzichtbarer Teil unser Gesellschaft ist wird von Politikern und Behörden gebetsmühlenartig wiederholt.
Nur gibt es wohl kaum nur gute Vereine.
Uns selbst wenn alle Vereine etwas gute tun so rechtfertigt das keine Sonderrechte.
Oder dürfen wir Frauen gegen Gesetze verstoßen weil wir Kinder gebären ?

Roland F.W. Manke, Strande
Roland F.W. Manke, Strande

25.08.2012 um 08:03

Betreff: Hinweis aus Bayern (anonym)

Die Feuerwehr wird hoffentlich bei Ihnen im Bedarfsfall noch zum Löschen kommen?

Das Stichwort heißt Gemeinnützigkeit und diese wird von einem Finanzamt nur erteilt wenn, bestimmte Kriterien erfüllt sind und bevor Sie weiter gegen Windmühlen ankämpfen, sollten Sie oder Ihre Mitstreiter mit der gleichen Inbrunst versuchen, mit den Vereinen oder Institutionen ins Gespräch zu kommen und Ihre Leistung so zu offerieren dass diese mit ins Boot kommen.

Wirte haben keinen Bestandschutz, genauso wenig wie Immobilienmakler (und makeln darf in diesem Land auch jeder - als sog. Gelegenheitsmakler gar ohne Prüfung und Zulassung) aber nur die Qualifikation wird letztendlich den Erfolg entscheiden.

Ich führe resp. unterhalte auch eigene Betriebe und als ehrenamtlicher Geschäftsführer eines größeren Aeroclubs mit allen erdenklichen Sparten habe ich die Konzession für unser Vereinsheim zurückgegeben, als sich unmittelbar neben uns ein Flughafenrestaurant etablierte.

Im Verein zelebrieren wir nach kleinen Anlaufschwierigkeiten große und wichtigen Veranstaltungen und Zusammenkünfte nun gemeinsam, viele Mitglieder treffen sich dort teilweise täglich; trotzdem wird das Vereinsheim weitergenutzt, nun nicht mehr von einem Pächter sondern von Mitgliedern (mit "Bulletenschein" und Gesundheitszeugnis) für Mitglieder selbst betrieben, da einem Jugendlichen, egal ob Azubi, Schüler oder Student aber auch einigen anderen, die notwendigerweise höheren Ausgaben in einem Restaurant einfach nicht zuzumuten sind und wir die Leute am Platz halten wollen. Denn auch Vereine haben teilweise große Sorgen um ihren Erhalt und kämpfen gegen zunehmenden Mitgliederschwund, genauso wie die vielen freiwilligen Feuerwehren im Land!

Ich hatte bereits bemerkt, dass das Gaststättensterben viele Gründe hat und einige davon sind hausgemacht und gegen den stattgefundenen Lebens- und Strukturwandel sollte man etwas anders vorgehen als mit verbalen Rundumschlägen gegen Feuerwehren, Kirchen und Sportvereine.


A JK, Bayern
A JK, Bayern

24.08.2012 um 15:12

Betreff: Hinweis aus Bayern

Sehr geehrter Herr Manke,

finden Sie Ihr Plädoyer pro Verein nicht selbst zu einfach gestrickt?
Wo fängt sozial an und wo fängt der Klüngel an?
Welche sozialen Nutzen hat den bitte schön ein Verein, wenn nicht den Zusammenhalt gleichgesinnter Interessen, Tennisspieler und Angler können in heutiger Zeit nicht gleichzeitig harmonieren. Früher ist jeder nach seinem Hobby in die Dorf-Gastronomie (Wirtshaus) gegangen und hat dort was getrunken und gegessen. Ja das war in den 80gern, heute hat jeder sein eigenes
Clubhaus. Und was hat jetzt der Angler oder Tennisspieler, Hobbymusiker und wie sie alle heißen mit SOZIAL zu tun? Meiner Meinung nach Nichts! Gar nichts!
Was tun diese Vereine denn mehr? Für die Gesellschaft. Und wen meinen sie mit jeder anderen Einrichtung?
Die Interessen an diesem oder jenem Hobby bleiben mit oder ohne Fest. Aber vielleicht erlaubt es Ihre Zeit mir Ihre Ansicht darzulegen. Vielleicht lerne ich ja was dazu, was mir bis jetzt nicht ersichtlich ist.

Ein Vereinsfest wäre die sogenannte Ausnahme von der Regel die Frau Miller anspricht. Ein Vereinsfest für alle Vereine zusammen gleichzeitig an einem Wochenende, Tag und Ort.
("Tag der Vereine") Leider ist dies aber nicht der Fall. Es sind im Sommer jedes Wochenende irgendwelche Veranstaltungen, jeder Verein macht ein Fest. Dazu kommen dann noch Sozialeinrichtungen und Wohlfahrtsverbände, Parteien und Kirchen. Jeder macht ein eigenes Fest,
auch Ihre zitierte freiwillige Feuerwehr. Und zu einem Aufwand den ein Gastronom nie erreichen kann. Warum? Sie sind wie Ich Betriebswirt also kennen Sie Fixkosten und variable Kosten.
Fixkosten haben diese Feste keine, (Pacht?) und die Variablen kosten begrenzen sich auf den EK. Und aus meiner Erfahrung ist hier mindestens 75% Sponsor Wahre. Der reine Hohn ist jedoch sich Sozial zu verkaufen, aber keine Sozialversicherungsbeiträge oder Steuern zu bezahlen. Und die viel beschworene schlechte Bezahlung in der Gastronomie wird hier nochmals gesteigert, denn bei einem Vereinsfest arbeiten alle Vereinsmitglieder ja unentgeltlich für lau. Usw. usw.
Resümee: Keine Fixkosten, keine oder nur marginale variable Kosten und nun soll der Gastronom da irgendwie mithalten? Ja wie den? Und weil das bei einem so gut klappt machen andere Vereine das auch. Und eines sollte auch noch beachtet werden, Essen und Trinken kann man nur so lange bis der Magen voll ist. Und so habe ich nicht nur höhere Kosten als Gastronom, mir bricht auch noch die Ertrag Seite weg. Jeder Mensch sollte erkennen, das wenn meine Ausgaben um 90 bis 95% höher sind als bei meiner Konkurrenz, und meine Erträge zu meiner Konkurrenz abwandern, mein Geschäft kaputt geht.

Oder anders ausgedrückt, nicht mehr gefragt ist?
Vergleichen Sie es mit den Einkaufsmöglichkeiten oder Ärzten im Ländlichen Raum.
In diesem Vergleich gibt es viele Parallelen mit der derzeitigen Lage der Gastronomie.
Große betreiben Preisdumping, Konsument freut es, kleine Betriebe müssen schließen, große erhöhen den Preis, Verbrauer ist verärgert.
Frau Miller hat mit Ihrer Darstellung schlicht und einfach Recht. Ich glaube auch Sie würden Sturm laufen, wenn jeder Hinz und Kunz Immobilien verkaufen kann. Und bitte keine Floskeln dass das jeder darf, darf und kann sind zwei Seiten. Bis sie eine Immobilie verkauft haben dauert es erheblich länger als ein Fest eines Vereins zu organisieren. Und wenn Ihr Konkurrent das Ganze dann auch noch zu 95% Ihrer Kosten machen kann und dadurch auch noch billiger anbieten kann als Sie (VK)
dann möchte ich Sie hören wenn Ihr Konkurrent sagt: "alles SOZIAL".

Jedenfalls ist dies Politisch geduldet. Und verärgert sollten wir eher auf unsere Verbände sein.
So lange die aber unsere Beiträge kassieren ohne Ergebnisse liefern zu müssen, wird sich nichts ändern. Jeder hat was er wollte. Wir Gastonomen ein Alibi, wir haben alles versucht, aber unsere Verbände bla bla bla! Die Funktionäre, haben alles versucht, aber die Politik bla bla bla!
Versuchen ist das Gegenteil von machen.
Und den Politkern ist es schlicht und einfach egal, Hauptsache die Umfragen sind für die nächste Wahl ausreichen für ein Mandat.

Noch Fragen?
Es wird der Tag kommen an dem auch wir an einem Strang ziehen werden.
Nennt uns Legion, denn wir sind viele! Und wir sind entschlossen.

Roland F.W. Manke, Strande
Roland F.W. Manke, Strande

24.08.2012 um 08:48

Betreff: Hinweis aus Bayern (anonym)

Sie sprechen mir doch aus der Seele, und der Hinweis resp. das Beispiel des Kaffee servierenden Friseurs trifft voll ins Schwarze, verweist es doch auch auf das große Defizit der Branche.

Ich verwehre mich jedoch gegen den Begriff Schwarzgastronomie im Zusammenhang mit Veranstaltungen von z. B. Feuerwehren und Sportvereinen und deren permanente Diffamierung (ich denke, dass diese mehr für die Gesellschaft tun als jede andere Einrichtung) und halte es nachgewiesener Maßen schlicht für unzulässig, den sicher zu beobachtenden Niedergang der Gastronomie gerade auch auf dem Land hierfür alleine verantwortlich zu machen. Feuerwehren und Vereine können nicht die Retter einer desolat aufgestellten Gastronomie sein. Die Gründe sind vielschichtiger, siehe Ihr Beispiel oben!

Wenn nach Frau Millers Aussage auf der offensichtlich von ihr betriebenen, durchaus auch abmahnfähigen Homepage, diese im Rundumschlag wahllos Behörden, Institutionen, Journalisten und Politiker angreift, da diese angeblich alle z. B. bei Veranstaltungen Feuerwehren und Vereine bevorzugen und die armen Wirte immer benachteiligt werden, ist das nicht nur zu simpel gestrickt.

A JK, Bayern
A JK, Bayern

23.08.2012 um 22:40

Betreff: Frau Miller

Danke für Ihren Beitrag vom 22.08.12
Herr Manke beleidigt doch niemanden, er ignoriert einfach Tatsachen wie viele andere auch.
Und warum? Weil er nicht betroffen ist.

Es hilft aber nicht zu jammern man muss mit den Gegebenheiten zurechtkommen, auch wenn sie einem nicht passen.
Alleine kann man nichts ausrichten! Erst wenn viele Gastronomen in Ihrer Existenz bedroht sind, wird sich etwas ändern.
Nennt uns Legion, denn wir sind viele! Und dieser Tag wird kommen.

Wenn selbst die Gema vor den Vereinen einknickt oder vielleicht doch bald umfällt, was soll dann bitte ein einzelner
Gastronom erreichen? Die Gema Erhöhungen wird es nur in vollem Umfang für die Gastronomie geben, nicht aber für soziale
Veranstaltungen und das werden alle nicht gastronomische Veranstaltungen sein.

Fragwürdig ist aber auch, dass eine Frisörin während dessen sie Haare schneidet, Heißgetränke und Kaltgetränke anbieten darf (Service). Wir Gastronomen dürfen aber nicht Haareschneiden als Service. Warum nicht? Weil man dazu eine 3 jährige Ausbildung braucht, um einen Friseurladen aufzumachen. In unserer Brache reichen 3 Std. für einen Bulettenschein.
Selbst wenn man Fugu auf der Karte hat, braucht man keine Ausbildung. Da bekommt das letzte Abendmahl eine ganz neue Bedeutung.

A JK, Bayern
A JK, Bayern

23.08.2012 um 21:45

Betreff: Herr Manke

Ignoranz ist keine Meinung!

Ein Betroffener!!!

Sylvia Miller, Herne
Sylvia Miller, Herne

23.08.2012 um 11:34

Betreff: Gastgewerbe erwirtschaftet weniger Umsatz

@ Herr Manke
Sehr geehrter Herr Manke
Sie beleidigen nicht nur mich sondern auch tausende Gastronomen die durch Großveranstaltungen von Vereinen u.a geschädigt werden

Roland F.W. Manke, Strande
Roland F.W. Manke, Strande

23.08.2012 um 10:00

Betreff: Frau Millers Exkurs

So ein Schmarren, immer alles der Schwarzgastronomie in die Schuhe schieben zu wollen, nur weil man zu dämlich ist, vor der eigenen Tür zu kehren; auch der Dehoga verfällt immer wieder in diese obsolete Argumentation, obwohl viele Pächter von Vereinsbetrieben dort gar Mitglied sind ?. unverständlicherweise!


Und hier sind wir schon beim Thema: die meisten regulären Vereinsgaststatten sind konzessionierte Betriebe mit allen Pflichten und Rechten.


Dort wo das nicht der Fall ist, sind diese Betriebe nicht öffentlich und nur für Mitglieder zugänglich und werden in der Regel auch durch diese betrieben.

Die von Ihnen propagierte alberne Homepage, bezeichnend ohne Impressum und ähnlichen Angaben strotz nur so von Dummheit und nur um eine Passage herauszunehmen:

Ja, Vereine machen sehr viel für die Gesellschaft und die Umwelt, viel für Ausbildung und noch mehr für die Sicherheit. Oder wollen Sie allen Ernstes die gigantische, unbezahlte Leistung der freiwilligen Feuerwehren oder auch nur die der Sportvereine in Frage stellen?

Als ehrenamtlicher Geschäftsführer eines Vereins aber auch als Insider des Gewerbes erlaube ich mir hier den Hinweis, ja es gibt zu viele gescheiterte Existenzen in der Branche, diese sind aber nicht an Feuerwehrfesten, Schützenfesten oder Clubabenden im Vereinsheim sondern an ihrer eigenen Unzulänglichkeit zu Grunde gegangen!


Sylvia Miller, Herne
Sylvia Miller, Herne

22.08.2012 um 10:54

Betreff: Gastgewerbe erwirtschaftet weniger Umsatz

In Süddeutschland war der Sommer gar nicht so schlecht.
Jeder konnte sehen das die vielen Veranstaltungen der Vereine,Kirchen,Feuerwehren u.v.a sehr gut besucht waren.
Nicht das Wetter zerstört die Existenz von Gastronomen.

Die von Politik und Behörden geförderte Schwarzgastronomie sorgt dafür
http://schwarzgastronomie.weebly.com

Dieter Beck, Leverkusen
Dieter Beck, Leverkusen

22.08.2012 um 09:46

Betreff: Gastgewerbe erwirtschaftet weniger Umsatz

Bedingt durch das schlechte Wetter haben wir erheblich höhere Einbußen erlitten als in dem Artikel dargestellt und mit allen Kollegen, mit welchen ich gesprochen habe, war es nicht anders. Hinzu kam, dass die Wetterberichte teils schlechteres Wetter vorhersagten als es war bzw. wurde und die Ausflügler erst garnicht losfuhren.

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