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Der Umwelt zuliebe: Viele deutsche Hoteliers legen Wert auf Nachhaltigkeit Foto: pixelio

Deutscher Hotelkongress

Hotellerie baut auf Nachhaltigkeit

6. Februar 2012
von  

STUTTGART/BERLIN. Die deutschen Hoteliers sind rührig, wenn es um Aktivitäten zum Thema geht. Doch das behalten sie lieber für sich. Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt.

„Hierzulande wird sehr viel getan und wenig darüber geredet. In den USA ist dies genau umgekehrt“, sagte Dr. vom Zentrum für Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt GmbH beim Deutschen Hotelkongress im Maritim Hotel Berlin. Green Meetings und die Organisation von Bahntickets vor der Anreise der Gäste zählen zur grünen Palette des Möglichen. Große Ophoff kritisiert, dass die Öffentlichkeit wenig von den grünen Angeboten der Hoteliers erfährt.

Caterer gehen laut Große Ophoff weniger sensibel und engagiert mit dem Thema Nachhaltigkeit um. Biogerichte, Vollwertkost, regionale Getränke und fair gehandelter Kaffee seien bei ihnen meist noch Mangelware.

Umweltzertifikate hält der Experte für sinnvoll, wenn auch unübersichtlich in ihrer Anzahl. Sein Rat an Hoteliers: „Besser Sie haben irgendein Siegel als keines. Der Prozess zwingt Sie, alles im Haus anzusehen.“

Das Thema Nachhaltigkeit ist inzwischen auch im Bewusstsein vieler Gäste angekommen. „Der Bekanntheitsgrad von nachhaltiger Entwicklung hat sich in den letzten zehn Jahren verdreifacht“, sagt  Matthias Schultze vom German Convention Bureau. Im Jahr 2000 hatten 13 Prozent der Kongressveranstalter schon einmal etwas von Nachhaltigkeit gehört, 2010 waren es 43 Prozent. Dazu Große Ophoff: "Die Verbraucher werden Greenwashing von echter Nachhaltigkeit immer besser unterscheiden können."

Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Ifop und der wissen 73 Prozent der deutschen Accor-Gäste, was der Begriff bedeutet. Bei der Hotelauswahl achten 46 Prozent dieser Gäste auf die Nachhaltigkeit der Häuser. 70 Prozent könnten sich vorstellen, mehr Geld für die Übernachtung in einem nachhaltigen Hotel zu bezahlen. Mehr als die Hälfte würde sogar Komforteinschränkungen in Kauf nehmen.

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