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Großstadt im Grünen: Kassel gilt als Businessstadt, hat aber mit Staatstheater und vielen Museen auch Individualreisenden viel zu bieten

Andreas Pott/Pixelio.de

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Kassels Ketten geht’s gut

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/31 vom 28. Juli 2012
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. Es läuft ganz ordentlich in Nordhessens Großstadt. Bis auf wenige Ausnahmen liegen die KennziffernKennzahlen.
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der Kasseler im Plus. Zwar ist die Belegung im Mai gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat um 3,2 Prozentpunkte auf 68,60 Prozent zurückgegangen. Und auch der RevPar (Erlös pro verfügbarem Zimmer) büßt 0,9 Prozent ein, der durchschnittliche ZimmerpreisRegulärer Preis pro Zimmer , auch Zimmerrate genannt.
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klettert dennoch um 3,7 Prozent und erreicht 55,90 Euro. Es ist die höchste Durchschnittsrate seit Juni 2011.

Geht der Daumen nach oben? „Auf jeden Fall“, sagt Jürgen Waindok und lacht. Der Direktor des Mercure-Hotels erwartet auch für die nächsten Monate gute Geschäfte. Das obligatorische Sommerloch in Kassel wird es seiner Einschätzung nach dieses Jahr nicht geben. Der Documenta sei Dank. Sie ist Anfang Juni gestartet und wird am 16. September zu Ende gehen.

Von der weltgrößten Kunstaustellung, die alle fünf Jahre Künstler, Kunstfans und Medienvertreter nach Kassel zieht, profitiert die Hotellerie schon weit vor Beginn des offiziellen Starts. Dabei gehören die Monate Januar bis März wegen des MesseIm wirtschaftlichen Sinne eine zeitlich begrenzte, wiederkehrende Veranstaltung auf einem bestimmten Gelände, die es Produzenten oder Verkäufern einer Ware bzw.
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- und Kongressgeschäfts ohehin zu den starken des Jahres. Im Januar klettert der RevPar um 23,5 Prozent in die Höhe auf 31,40 Euro (siehe Grafik rechts). Im Februar beträgt das Wachstum 15,1 Prozent, im März 16 Prozent. Selbst im Oster- und Ferienmonat April verbessert sich der RevPar gegenüber dem gleichen Monat im Vorjahr um 8,1 Prozent.

„Juli, August und um Ostern herum haben wir eigentlich kein gutes Geschäft“, meint Mercure-Hotelchef Waindok. Anders als einige seiner Kollegen setzt er aber nicht auf Busreisend. Die Preise seien so niedrig, da könne er die Zimmer auch gleich leerstehen lassen, so Waindok. Etwa 60 Prozent seiner Gäste sind Firmenkunden. Die Aufenthaltsdauer beträgt im Schnitt 1,8 Tage.

Mehr Privat- als Geschäftsreisende, nämlich rund 70 Prozent, zählt das Golden Tulip Kassel Hotel Reiss. „Seit der Eröffnung im Februar haben wir eine sehr positive Entwicklung und stetig ansteigende Belegung und Nachfrage“, freut sich Direktorin Catharina Dickel. Die Kennziffern für die Sommermonate dürften auch in ihrem Haus gut ausfallen. Die Documenta, „zu der wir momentan eine große Resonanz und Nachfrage feststellen“, tut ihr Übriges.

Die Prognosen der Kasseler Kettenhotellerie zum Jahresende dürften optimistisch ausfallen. Im September zieht das Tagungsgeschäft erfahrungsgemäß wieder an, im Winter werden Touristen den Weihnachtsmarkt besuchen. „Wir rechnen mit einer weiterhin positiven Entwicklung und steigender Belegung“, sagt Catharina Dickel. Kollege Waindok ist ebenfalls überzeugt: „Bis Ende des Jahres wird es so weitergehen.“ Heike Kinkopf




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