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Inhaltsstoffe bitte angeben: Die Gäste von Betriebsrestaurants werden sensibler Foto: Colourbox

GV-Barometer 2012

Köche wollen wissen, was drin ist

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/4 vom 21. Januar 2012
von

HAMBURG. Deutsche Großküchen befinden sich in Aufbruchstimmung. Mehr als die Hälfte der Betriebe der (GV) planen für 2012 größere Investitionen als im Vorjahr. Betriebsrestaurants, Kliniken, Heime und Reha-Einrichtungen wollen Küchentechnik und Ausstattung verbessern. Sie haben auch Interesse an neuen Produkten der Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Besonders wichtig hierbei: Die Inhaltsstoffe der Lebensmittel sollen angegeben sein.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse des GV-Barometers 2012, einer Studie, die seit 2002 jährlich von der Hamburg Messe und Congress GmbH im Vorfeld der in Auftrag gegeben wird. Sie untersucht das Innovations- und Investitionsklima in der deutschen GV. Die Trends, die sich abzeichnen, sind auch in der herkömmlichen Gastronomie zu finden.

Neue Herde sollen her

Die GV-Betriebe wollen vor allem ihre Ausstattung verbessern. 51 Prozent der befragten Betriebe planen im kommenden Jahr größere Anschaffungen. 2011 waren es 47 Prozent. An erster Stelle stehen dabei Küchengeräte wie Herde und Backöfen sowie allgemeine Ausstattungen wie Besteck und Geschirr. Das gilt sowohl für die Betriebsrestaurants als auch für die Kliniken und Heime. Bei den Betriebsrestaurants liegen die Anschaffungspläne in mehreren Bereichen deutlich über denen für 2011, das betrifft unter anderem Ausstattungen zur Warenpräsentation, Spülmaschinen, Klimatechnik sowie Kassensysteme und Datenverarbeitung. In der Klinik- und Heimverpflegung werden häufiger Neuanschaffungen bei Speisentransport- und Serviersystemen geplant. Ein Drittel der investitionsbereiten Betriebe rechnen für 2012 mit Anschaffungen in Höhe von 50.000 Euro und mehr.

Ob die geplanten Investitionen auch wirklich umgesetzt werden, ist in einigen Betrieben aber noch offen. 69 Prozent der Betriebsrestaurants und 56 Prozent der Kliniken und Heime sind davon überzeugt, ihre Planungen in diesem Jahr umzusetzen. Im Vorjahr lagen diese Werte noch bei 76 und 75 Prozent.

Interesse an Food-Ideen

Unverändert gut ist die Ausgangssituation für die Einführung neuer Produkte in der Gemeinschaftsverpflegung. Die Hälfte der Befragten bekundet großes Interesse an Produktinnovationen der Foodbranche. Bei allen GV-Betrieben stehen Qualität, Gesundheitsorientierung, Geschmack und Optik im Vordergrund. Nachgefragt werden vor allem Fischgerichte, Gemüse, Teigwaren sowie Geflügel.

Große Bedeutung für alle GV-Betriebe hat das Thema „Kennzeichnung von Lebensmitteln“. 73 Prozent der befragten Betriebe legen Wert darauf, dass Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker und Aromen angegeben sind. 64 Prozent ist auch sehr wichtig, dass Allergene wie Laktose und Gluten aufgeführt werden. Das ist in erster Linie auf das Interesse der Gäste zurückzuführen: Mehr als zwei Drittel der Betriebsrestaurants und Kliniken erwarten ein starkes Interesse an Lebensmittelinformationen zu den angebotenen Speisen. Einen Wunsch an die Industrie haben fast alle GV-Betriebe gemeinsam: Die Kennzeichnung der Lebensmittel sollte auf der Verpackung angegeben werden und nicht nur im Internet. Hier sehen sie die Hersteller in der Pflicht.

Das GV-Barometer 2012

Für die Studie wurden 310 Betriebe in der Zeit vom 7. bis 17. November 2011 befragt, darunter 155 Betriebsrestaurants sowie 155 Betriebe aus dem Care-Bereich. Insgesamt umfasst die deutsche GV-Branche laut DEHOGA etwa 30.000 Betriebsrestaurants sowie 16.000 Kliniken, Heime und Reha-Einrichtungen. Sie bereiten zusammen täglich rund 1,2 Mio. Mahlzeiten zu und setzen jährlich geschätzte 15 Mrd. Euro um.

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