Deutscher Hotelkongress

Wunder der Technik: Hoteliers diskutieren beim Deutschen Hotelkongress über nützliche und schräge Lösungen

© Thomas Fedra

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Probieren geht über Studieren

2. Februar 2016
 Marina Behre

BERLIN. Welche technischen Möglichkeiten, die ein Hotel umsetzen kann, setzen sich durch, und welche sind Eintagsfliegen? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Diskussionsrunde auf dem Deutschen Hotelkongress im Interconti in Berlin. "DIE Zukunft gibt es nicht", betont Klaus Flettner von Change Communication.

Ausprobieren und entweder übernehmen oder verwerfen ist das Motto der Stunde, dass sowohl die spanische Hotelgruppe NH mit ihen Labs in der Unternehmenszentrale in Madrid als auch das SI Suites Hotel Stuttgart mit seinem Probierzimmer umsetzen. Dass Privathotel arbeitet dabei mit dem Fraunhofer Institut zusammen, um herauszufinden, was die Gäste wirklich wollen und wie das Hotel das am besten angehen kann. Themen sind dabei etwa die Einbindung der eigenen Geräte des Gastes. Auch bei NH erwies sich die Lademöglichkeit fürs Smartphone auf dem Nachttisch als sinnvoll. Ebenso durchgesetzt hat sich als nützliches Feature der beheizbare und dadurch stets klare Spiegel im Bad oder die auf Knopfdruck zwischen blickdicht und transparent wechselnde Glaswand zwischen Bad und Zimmer - nicht jedoch der Ganzkörperföhn anstelle des Handtuchs ...

Auch die massiv expandierende Novum-Hotelgruppe von setzt auf die IT und bündelt entsprechende Kompetenz in einer eigenen Tochtergesellschaft. In drei Häusern bietet Novum bereits den mobilen Check-in
weiter mit Mausklick...
per Smartphone an. Angenommen werde das Angebot bisher zwar nur mäßig, aber "bis eine technische Lösung zum Standard wird, dauert es eben eine gewisse Zeit", so Etmenan. Und bevor ein Hotelier bei laufendem Betrieb zwecks Verkabelung Wände aufstemmen lässt, will er sich schon sicher sein, dass die Investition sich rechnet. Flettner sieht etwa bei neuen Veranstaltungstechniken durchaus eine entsprechende Zahlungsbereitschaft der Kunden: "Inhalte und Technik - dafür sind Unternehmen bei Events durchaus bereit, Geld auszugeben", hat er beobachtet.

Der Kunde wünsche sich eine Multifunktionsarena und erwarte, dass eigene Geräte sich problemlos bei Präsentationen einbinden ließen. Da kommt eine Lösung zum kabellosen Click&Share wie von NH eingesetzt zum Zuge. Ob es dann auch das ebenfalls von den Spaniern in vier Hotels angebotene 3D-Hologramm für eine virtuelle Konferenzteilnahme sein muss, die pro Station mal eben mit 100.000 Euro zu Buche schlägt, muss dann ein Haus für sich beantworten und dabei den vorhandenen und angepeilten Kundenstamm betrachten.


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