Studie
RevPar-Zuwachs in der Hotellerie schwächt sich ab
PARIS. Im deutschen Hotelgewerbe gehen im Laufe des Jahres 2011 die Ergebnisse zurück. Zu diesem Schluss kommt das Hotelberatungsunternehmen MKG Hospitality anhand von Stichproben in mehr als 830 Hotels in ganz Deutschland. Demnach fällt der RevPar (Erlös pro verfügbarem Zimmer) zwar positiv aus im Vergleich zum dritten Quartal 2010 (+1,9%). Der Zuwachs sei aber deutlich geringer als noch im ersten Quartal 2011 (+8,8% im Vergleich zum ersten Quartal 2010). Der seit März 2010 beobachtete „Aufschwungeffekt“, der sich in diesem Jahr zunächst fortsetzte, wirke nun nicht mehr.
Kassel und Frankfurt machen sich
Trotz einiger Ungewissheiten für die Unternehmen werde ein wirtschaftlicher Zuwachs im Vergleich zum dritten Quartal 2010 erreicht. Da die oberen Hotelkategorien mehr Spielraum beim Preismanagement als die anderen Kategorien haben, können sie den RevPar besser optimieren. In der oberen Kategorie steigt er um 2 % im Vergleich zum dritten Quartal 2010. Die besten Ergebnisse weisen laut MKG die Städte Kassel und Frankfurt/Main auf. Kassel verbessert seinen RevPar im dritten Quartal um zirka 10 Prozent, Frankfurt legt 8,7 Prozent zu. Kassel verzeichnet aber auch 40 Kongresstage gegenüber nur 25 im selben Zeitraum. Frankfurt, besonders abhängig von der Geschäftsklientel, profitiert von einem erfolgreichen Monat September, dank der Internationalen Automobilmesse IAA, die im Jahr 2010 nicht stattfand.
Düsseldorf und Essen verlieren
Düsseldorf, und vor allem Essen, die dieses Jahr auf das Event Ruhr 2010 verzichten mussten, weisen die stärksten Rückgänge im Zeitraum Juli bis September 2011 im Vergleich zum selben Zeitraum in 2010 vor. red/kik

