AHGZ-Ranking
Roomers liegt bei Facebook weit vorn
STUTTGART. Sagenhafte 8656 Facebook-Fans zählt das Roomers Hotel in Frankfurt am Main. Auf Platz zwei und drei des AHGZ-Facebook-Rankings im Monat Oktober liegen das Maritim Seehotel Timmendorfer Strand und das Kameha Grand Bonn mit 5280 und 5189 Fans. „Social Media ist inzwischen unser wichtigster Marketingkanal“, sagt Roomers-Geschäftführer Michael Rosen. Um den zu betreuen, hat das Unternehmen eigens eine Vollzeitstelle geschaffen.
Denn auch Hotels müssen ihre potenziellen Gäste dort abholen, wo die beruflich oder privat unterwegs sind: In sozialen Netzwerken. Facebook ist das größte soziale Netzwerk. In Deutschland zählt die Plattform laut dem Fachportal www.allfacebook.de inzwischen mehr als 20 Mio. Mitglieder. Kein Wunder, dass der Blaue Riese auch für das Hotelmarketing inzwischen eine hohe Relevanz erlangt hat.
WEITERE BILDER ZUM ARTIKEL
„Facebook ist ein zusätzlicher Marketingkanal, wo ich mit Gästen und potenziellen Gästen kommunizieren kann“, sagt Andreas Romani, Inhaber des Hotelberatungsunternehmens Ideas4hotels.
Die AHGZ erhebt künftig immer zum Monatsende die Fanzahlen der Top-25-Einzelhotels auf Facebook. Im Oktober-Ranking wird deutlich: Individualhotels haben die Nase vorne. Außer dem Maritim Seehotel Timmendorfer Strand gehört keines der ersten sechs zu einer Kette. Auch im Mittelfeld der Top 25 sind zahlreiche Individualhotels zu finden: Das Empire Riverside Hotel, das Bareiss, der Öschberghof und die Yachthafenresidenz Hohe Düne.
Unter den Ketten hat es Kempinski mit drei Hotels unter die Top 25 geschafft: Lindner und Intercontinental sind mit jeweils zwei Hotels im Oktober-Ranking vertreten. Häuser mit besonderem Profil und weitreichendem Ruf ziehen auch im Social Web das Interesse auf sich: Das Berliner Musik-Themenhotel Nhow landete auf Platz 8, das Tierpark-Themenhotel der Lindner-Gruppe in Hamburg auf Platz 12. Ebenfalls im im Ranking vertreten sind prominente Häuser wie das Adlon und das Atlantic von Kempinski und die legendären Familienbetriebe Traube Tonbach und Bareiss in Baiersbronn.
Innerhalb der Top 25 sind große Unterschiede zu beobachten: Während der Spitzenreiter Roomers mehr als 8000 Fans zählt, kommen die Hotels auf den Plätzen 15 bis 25 jeweils auf weniger als 2000. Lediglich acht Hotels liegen über der 3000er-Marke.
Die Anzahl der Fans misst die Reichweite einer Unternehmensseite auf Facebook. Allerdings ist zu bedenken, dass eine hohe Reichweite allein noch nicht belegt, dass das Facebook-Marketing wirksam ist. Die Fans können die Mitteilungen des Hotels schlicht ignorieren. Und letztlich gibt es auch käufliche Fans, die sich gar nicht für das Unternehmen interessieren. Wichtig ist, dass die Fans mit dem Hotel auf Facebook interagieren, dass ein Austausch entsteht. Andreas Romani empfiehlt daher, unter Facebook-Statistiken regelmäßig die Interaktionsrate der eigenen Seite anzusehen.
Im vorliegenden AHGZ-Facebook-Ranking werden ausschließlich offizielle deutsche Unternehmensseiten mit „Gefällt mir“-Button berücksichtigt, keine Freundes- oder Gruppenseiten. Sollte die Redaktion ein Hotel mit genügend Fans übersehen haben, freuen wir uns über einen Hinweis an r.kwidzinski@matthaes.de. Es wird dann in der kommenden Ausgabe des Rankings aufgenommen.
Ein Facebook-Ranking der Top-20-Gastro-Marken wird jeweils zum 15. des Monats von der Redaktion des Magazins von Food Service erhoben, das wie die AHGZ zum Deutschen Fachverlag gehört. Die Ergebnisse des Gastro-Rankings finden sich auf www.cafe-future.de.
Kommentar zum AHGZ-Facebook-Ranking: Der User entscheidet selbst




Uwe Becker, Mainz
10.11.2011 um 08:59
Betreff: Social Media 3.0
Der Artikel zeigt,wie hoch der Aufklärungsbedarf im Bereich sozialer Netzwerke ist. Selbst mittelmässige "Berater" können die Fans auf eine fünfstellige Zahl hochtreiben. Es fragt sich doch, was bringt dies? Oder ist facebook und Co. doch nur Zeitverschwendung? Soll ein Hotel-Restaurantbetrieb überhaupt vertreten sein und wie? Wieviel Zeit investiere ich für meinen Auftritt. Meine jahrelange Erfahrung zeigt mir, nur mit einem schlüssigen Gesamtkionzept lässt sich Erfolg in social media erzielen. Messbar wird der Erfolg anhand von qualitativer Empfehlungsarbeit der Fans/Freunde. Das erreiche ich mit dem Mehrwertgedanken. "Teilen Sie sich täglich mit, kommunizieren Sie Ihr Haus öffentlich und geben Sie Einblick hinter die Kulissen. Vergessen Sie nicht, Ihre Mitarbeiter sind auch vertreten. Binden Sie sie mit ein in Ihr Konzept. Und arbeiten Sie täglich an der Qualität Ihrer Fangemeinde - begeisterte Fans sind bares Geld." Mit dem ersten Koch-Chat auf facebook habe ich mein social-media-Ziel erreicht, die Kommunikation mit meinen Kunden.