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Schwierige Zeiten: Der starke franken schreckt unter anderem viele Deutsche ab, in Schweizer Hotels zu übernachten

© PetraD/Colourbox.de

Schweiz Tourismus

Starker Franken schreckt europäische Gäste ab

24. Februar 2016

NEUCHÂTEL. Die Schweizer Hoteliers haben zu kämpfen, vor allem wegen des starken Frankens. Insgesamt verzeichneten die eidgenössischen Beherbergungsbetriebe im abgelaufenen Jahr 2015 ein Minus von 0,8 Prozent bei den Übernachtungen. Die Gsamtzahl der Logiernächste belief sich damit auf 35,6 Mio. Bei den ausländischen Gästen wurden 19,6 Mio. Logiernächte und damit ein Rückgang von 1,7 Prozent gezählt. Das teilt das Schweizer mit.

Demnach hat die Aufhebung des Euro-Mindestkurses des Frankens vor allem das Reiseverhalten europäischer Gäste beeinflusst. Von denen kamen 2015 so wenig Logiernächste in der Schweiz zustande wie seit 1958 nicht mehr. Deutschland verbuchte mit einem starken Minus von 12,3 Prozent die deutlichste absolute Abnahme aller Herkunftsländer. Deutlich zurückgegangen ist auch die Nachfrage aus den Niederlanden, Frankreich, Italien und Belgien.

Demgegenüber war die inländische Nachfrage gegenüber dem Vorjahr insgesamt stabil. Die Zahl der Logiernächste von Schweizer Gästen ist um 0,2 Prozent gestiegen auf 16,1 Mio. Die Besucherinnen und Besucher aus dem asiatischen Kontinent, deren Zahl seit 2009 stark zunimmt, erreichten mit 744.000 zusätzlichen Logiernächten (+18,6%) einen neuen Höchststand und überschritten damit erstmals die Schwelle von 4,0 Mio. Logiernächten. Am stärksten war das absolute Wachstum bei den Übernachtungen bei den Gästen aus China (ohne Hongkong) mit einem Plus von 344.000 Logiernächten (+33,3%).

Städtische Regionen profitieren

Die Entwicklung war auch in den verschiedenen Regionen der Schweiz sehr unterschiedlich. Während Graubünden, das Wallis, das Tessin und die Ostschweiz deutliche Rückgänge bei den hinnehmen müssen, haben die städtischen Gebiete zugelegt. Allen voran die Region Zürich mit einem Plus von 3,9 Prozent (plus 208.000 Logiernächte).

Besonders markant war der Logiernächterückgang im Dezember 2015. Hier verzeichnete die Schweizer Hotellerie insgesamt 2,5 Mio. Übernachtungen, was gegenüber Dezember 2014 einer Abnahme von 5,6 Prozent entspricht. Das Bundesamt für Statistik führt dies unter anderem auf die schlechten Schneeverhältnisse zurück. red/rk


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