AHGZ-BAROMETER
Starker Sommer für Kettenhotels
Stuttgart. Im Juli setzt sich der Siegeszug der Mittelklassehotellerie fort, jedenfalls bei den deutschen Kettenhotels. Die Midscale-KennzahlenDie fortlaufende numerische Erfassung der wichtigsten betriebsinternen Abläufe.
weiter mit Mausklick... haben sich im Vergleich aller Kategorien am besten entwickelt.
So stieg der durchschnittliche Nettozimmerpreis der Mittelklassehäuser um 3,9 Prozent im Vergleich zum Juli 2011 (siehe Grafik rechts). Der RevPar (Erlös pro verfügbarem Zimmer) legte sogar um 4,1 Prozent auf 43,10 Euro zu. Das ergeben die Daten, die das Marktforschungsunternehmen MKG exklusiv für die AHGZ erhebt. Allerdings zeigt ein Blick auf die Kennzahlen von Economy- und Midscale-Hotels, dass deren absolute Werte sehr nah beieinander liegen. Der ZimmerpreisRegulärer Preis pro Zimmer , auch Zimmerrate genannt.
weiter mit Mausklick... in Economy-Hotels betrug im Juli 59,60 Euro (+2%), die Midscale-Häuser nahmen im Schnitt bei einer Buchung1. Handlung, bei der eine nachgefragte Leistung vom Status einer Anfrage in den Status eines verbindlichen Kaufs übergeht.
weiter mit Mausklick... nur 4,80 Euro mehr ein. Beim RevPar ist der Unterschied zwischen beiden Hotelklassen noch geringer. Ein Midscale-Hotel nahm pro verfügbarem Zimmer mit 43,10 Euro nur 1,90 Euro mehr ein als ein Economy-Hotel. In der Upscale-Hotellerie lagen der Zimmerpreis mit 94 Euro und der RevPar mit 63,30 Euro deutlich höher. Die Häuser der gehobenen Kategorie steigerten zudem ihren RevPar im vergleich zum Vorjahresmonat um 2 Prozent, dank einer um 1,4 Prozentpunkte gestiegenen Auslastung. Dagegen legten Economy-Hotels beim RevPar im Juli nur um 0,4 Prozent zu, bei einer um 1,1 Prozentpunkte gesunkenen Auslastung.
In der Langzeitbetrachtung verläuft die Entwicklung gleichmäßiger, wie die über zwölf Monate kumulierten Zahlen zeigen. Die Zuwachsraten beim Nettozimmerpreis lagen in dieser Zeitspanne zwischen 1,5 Prozent (Upscale) und 2,7 Prozent (Economy). Der RevPar legte unterdessen zwischen 2,7 Prozent (Economy) und 3,8 Prozent (Midscale) zu. Auch in diesen zwölf Monaten hat sich die Mittelklassehotellerie besonders gut entwickelt: Beim RevPar-Plus liegt sie an der Spitze, bei Belegungs- und Ratenzuwachs nur knapp hinter dem jeweils führenden SegmentNach dem Prozess der Aufteilung des relevanten Markts in Marktsegmente erhält man einzelne Segmente, die eine möglichst homogene Abnehmergruppe zusammenfassen.
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PKF Hotelexperts sieht einen klaren langfristigen Aufwärtstrend für die deutschen 3- bis 5-Sterne-Hotels, die das Marktforschungsunternehmen bei seinen Erhebungen berücksichtigt. Im ersten Halbjahr 2012 seien Zimmerpreis und RevPar gestiegen – obwohl bereits das erste Halbjahr 2011 Zuwächse gebracht hatte, die Meßlatte also hoch lag. Vor allem die Stadthotels in den großen Städten schneiden laut PKF gut ab.
Die positive Entwicklung für die deutsche Hotellerie setzt sich im August fort, wie der aktuelle Hotel-Ticker des Marktforschers Fairmas zeigt. Demnach liegen mit Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München fast alle großen Städte im Vergleich zum Vorjahresmonat im Plus. Einziger Ausreißer ist Leipzig mit einem RevPar-Minus von 1 Prozent. Marina Behre

