AHGZ - Das Fachportal für Hotellerie und Gastronomie

Anzeige

Vom Beet auf den Teller: Die Gäste wollen wissen, wo die Tomaten herkommen Foto: Joujou/Pixelio.de

Studie

Teilzeit-Vegetarier erobern die Restaurants

30. August 2012
von  

STUTTAGRT. Im Freien essen, beim Essen neue Leute kennenlernen, Lebensmittel am liebsten vom Erzeuger vor Ort: Die Trendforscher vom in Kelkheim haben in ihrer aktuellen Studie (AHGZ vom 25. August) mehrere Entwicklungen ausgemacht, die die Gastronomie betreffen.

So bringt das „Urban Outdoor Dining“ die Freiluft-Fans nicht unbedingt nur dazu, den Campingkocher hervorzukramen und sich selbst im Freien als Koch zu versuchen. Anspruchsvolle Picknicker nehmen ihr Mahl auch gern aus dem Restaurant mit – natürlich entsprechend transportsicher verpackt und vielleicht noch mit Tipps für einen schönen Picknickplatz in der Nähe. Auch etablierte Köche können von einem Tapetenwechsel profitieren, indem sie woanders als Gastkoch auftreten und so ein neues Publikum von sich überzeugen können.

Dass vegetarisches Essen auch bei Nicht-Vegetarieren immer beliebter wird und viele Gäste nicht mehr bei jedem Restaurantbesuch Fleisch auf dem Teller haben wollen, wird laut Studie weiter um sich greifen. Auf diese „Teilzeit-Vegetarier“ sollten Gastronomen sich einstellen, kreative fleischlose Gerichte anbieten und ihre positive Einstellung ruhig durch Aktionen wie Veggie-Day oder ein Sommerfest mit rein vegetarischem Angebot kundtun.

Beim Trend „Community Eating“ schwappt die Social-Media-Welle zurück in die Offline-Welt: Mobile und aufgeschlossene Menschen wollen nicht nur online kommunizieren, sondern treffen sich gern zum Essen, um sich kennenzulernen. Da diese ZielgruppeEine von der Marketingabteilung oder vom Unternehmer festgelegte Auswahl von Marktteilnehmern, an die sich ein Angebot oder eine Maßnahme richtet .
weiter mit Mausklick...
oft gut situiert und anspruchsvoll ist und man nicht unbedingt Fremde gleich in die eigenen vier Wände einlädt, ist das durchaus ein Geschäftsfeld für Gastronomen. Auch auf das Bedürfnis, die Herkunft von Lebensmitteln genau zu kennen und die Produktion am besten unmittelbar zu erleben, können Gastronomen eingehen. Etwa indem sie selbst Gemüse und Kräuter anbauen oder ihr Fleisch vom Bauern nebenan beziehen.

ThemenalarmKommentierenDrucken
Auch interessant

Veganer sind eine wachsende Zielgruppe

Genuss ohne tierische Produkte wird salonfähig. Auch Gäste, die gerne Steak essen, sind bereit, für die Gemüseküche Geld auszugeben. mehr...

Lesen Sie hierzu auch folgende Artikel:

Weitere Artikel zu den Themen:

Diesen Artikel bei Google+, Xing, Twitter oder Facebook weiterempfehlen:

Leser-Kommentare zum Artikel (3)

Adelheid Andruschkewitsch, Vellberg
Adelheid Andruschkewitsch, Vellberg

05.09.2012 um 14:25

Betreff: Teilzeit-Vegetarier

Bei manchen Kommentaren könnte man meinen, dass Vegetarier oder auch Gäste, die mal kein Fleisch essen wollen, nicht normal sind und sich bisher als rentable "Zielgruppe" nicht eignen. Wie bemerkt ein Betrieb ob diese "Zielgruppe" auch in diesem Haus verkehrt, wenn nicht durch einen Angebotsversuch?
Man kann Gäste doch nicht nur in Zielgruppenschubladen stecken.

Torsten Neumaier, Berlin
Torsten Neumaier, Berlin

30.08.2012 um 17:25

Betreff: teilzeit?

sicherlich muss jede zielgruppe berücksichtigt werden. vor allem, wenn sie aussicht auf gewinn darstellt. aber bitte nicht dem getöse verfallen, dass angeblich alles politisch korrekt sein muss und deshalb alle nun das fleisch von der speisekarte verbannen. erst bitte analysieren, ob es schon eine nachfrage gibt... vom guten gedanken allein, kann niemand satt werden. nicht mal vegetarisch ;)

Pepijn Boelens, Lam
Pepijn Boelens, Lam

30.08.2012 um 16:48

Betreff: Neben TZ Vegetarier auch 'Sichtvegetarier'

Teilzeitvegetarier gibt es unter meine Freunde auch: werden es im Betrieb noch mehr dann wird es auch sicherlich für uns irgendwann lohnen das spezifisch vegetarische Angebot noch zu erweitern. Ein anderes Phänomän möchte ich noch ansprechen, ich kenne auch einige im Freundeskreis - und auch ausserhalb - die sich als 'Sichtvegetarier' bezeichnen, also bitte keine Knochen, halbe Hendel, ganzer Fisch oder Wachtel auf dem Teller geben. Die essen zwar Fleisch oder Fisch aber nur wenn man das Tier nicht wieder erkennt wenn es auf dem Teller liegt. Haben andere Gastronomen auch solche Gäste?

Anzeige