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Hat zu kämpfen: Der Tourismus in der Schweiz leidet weiterhin unter dem starken Franken

© Fedor Selivanov/Colourbox.de

Schweiz Tourismus

Übernachtungszahlen im November stabil geblieben

18. Januar 2016

NEUCHÂTEL. Die Schweizer Hoteliers können die Zahl der Übernachtungen trotz des starken Frankens zumindest stabil halten. Laut dem Schweizer Bundesamt für Statistik zählte das Beherbergungsgewerbe in der Eingenossenschaft im November 2015 insgesamt 1,9 Mio. Übernachtungen, auch Logiernächte genannt, was gegenüber November 2014 ein kleines Plus von 0,1 Prozent bedeutet.

Die Mehrheit mit 998.000 Logiernächten ging dabei auf das Konto der ausländischen Gäste. Dies entspricht einer Zunahme von 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Gäste aus dem Inland generierten 871.000 Logiernächte, was einen Rückgang von 0,6 Prozent bedeutet.

Der starken Franken macht sich jedoch bemerkbar, wenn man die Herkunft der ausländischen Gäste genauer betrachtet. Sie hat die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus europäischen Ländern abgenommen, die von Gästen aus Asien zugenommen. Insgesamt gab es im November 2015 be den Gästen aus Europa (ohne Schweiz) einen Logiernächterückgang 4,3 Prozent. Deutschland verbuchte dabei mit einem ein Minus von 11000 Logiernächten (-5,4%) und die deutlichste absolute Abnahme aller Herkunftsländer. Es folgen Russland mit einer Abnahme von 7800 Logiernächten (-26,0%), Frankreich (-6500 / -8,1%) sowie Italien (-2200 / -3,5%). Demgegenüber verzeichnete das Vereinigte Königreich ein Plus von 4600 Einheiten (+6,3%).

Bei Gästen aus Asien gab es einen Zuwachs von 24.000 Übernachtungen (+12,6%) gegenüber November 2014. Die Golfstaaten legten um 6300 Übernachtungen (+25,5%) zu und wiesen damit das stärkste absolute Wachstum aller Herkunftsländer auf. Von Januar bis November 2015 kumulierte sich die Zahl der Logiernächte in der Schweiz auf 33,1 Mio. Dies entspricht einer Abnahme von 0,7 Prozent gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode. red/rk


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