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Harter Wettbewerb

© Colourbox

Hotelmarkt

Konzentrationsprozesse in der Hotellerie

5. März 2012
 Hendrik Markgraf

STUTTGART. Die Meldungen über Hotelneueröffnungen reißen nicht ab. Vor allem in Großstädten wie Frankfurt, Hamburg und Berlin bewegt sich der Markt, doch auch in sogenannten B-Destinationen. Allein in Berlin wird bis 2013 mit 43 Neueröffnungen gerechnet, darunter das Waldorf-Astoria und die Marke Indigo der Hotels Group. Es verwundert nicht , dass es sich vorwiegend um Kettenhotels handelt, die in den Markt drängen.

Die Marktmacht der MarkenhotellerieHotelgesellschaften und -gruppen, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen und vom Gast als Marke wahrgenommen werden.
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nimmt also stetig zu, zulasten der Häuser der Individualhotellerie. Bei genauerer Betrachtung ergibt sich – bezogen auf die Marktanteile von Individualhotels im Jahr 2010 – folgendes Bild: Im klassischen Beherbergungsgewerbe (also neben Hotels auch Hotels garnis, Gasthöfe und Pensionen) hat gemessen an der Anzahl der Betriebe die Individualhotellerie einen Marktanteil von 89,7 Prozent, also ein klares Übergewicht.

Gemessen an der Zimmerzahl sind es laut IHAAbk. für Hotelverband Deutschland.
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63,7 Prozent. Die bringt es hier schon auf 36,3 Prozent. Gemessen am Netto-UmsatzWertmäßige Erfassung des Absatzes einer Unternehmung.
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kommt es zu einer Verlagerung: Die Markenhotellerie hat einen Anteil von mehr als 50 Prozent.

So erwirtschafteten allein die 50 größten Hotelgruppen laut AHGZ-Ranking im Jahr 2010 in Deutschland einen Nettogesamtumsatz von 6,81 Mrd. Euro (AHGZ/Der Hotelier Nr. 30/23. Juli 2011). Das sind knapp 40 Prozent vom Gesamtumsatz des klassischen Beherbergungsgewerbes, das kleinbetrieblich und mittelständisch strukturiert ist. Klares Indiz dafür, dass die sich verschärft. Überdurchschnittlich hoch ist sie in den Großstädten, wie eine Studie von FFF Hospitality consult zeigt (ahgz.de vom 27. September 2011).

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Leser-Kommentare zum Artikel (3)

Torsten Neumaier, Berlin
Torsten Neumaier, Berlin

06.03.2012 um 11:00

Betreff: a jk

ich sprach nicht von tieren, sondern von der wirtschaft. ;) das mittelmaß wird immer gefressen. das ist eine ganz simple feststellung, die immer wieder greift. nur auf dem besonderen gedeiht die zukunft. ob hrs ein solcher fall ist, bleibt abzuwarten. im moment sind sie die getriebenen. aber nicht durch die hotels, denn deren druck ist eher gering. sie verpassen gerade die veränderung am markt, die durch die elektronischen vertriebswege hervorgerufen werden. zu lange dachten sie, dass ihr vertriebskonzept noch in zwanzig jahren funktionieren wird und alle verbraucher weiterhin so buchen wollen.

ein innovatives unternehmen mit einem oder nur wenigen standorten, kann einer marktveränderung schneller begegnen, als ein großer konzern. der muss heute wissen, was in fünf jahren gefragt ist. schafft er das nicht oder liegen seine prognosen daneben, dann wird er "gefressen". wir haben etliche hotelkonzerne, die zu träge agieren und zu selten akzente setzen. es ist aber auch schwer, denn eine firma mit tausenden arbeitsplätzen eine neue ausrichtung zu geben, ist genauso schwer wie ein wendemanöver mit einem großem tanker. # gute firma setzen daher aufs eigene personal und nutzen netzwerke und deren ideen auch im unternehmen selbst. die starre hierachie ist nur dann noch erfolgreich, wenn sie einen visionär haben. und die sind in der hotellerie rar.

hrs teilt derzeit mächtig gegen mitbewerber und neue portale aus. und schaltet plötzlich viel werbung. die angst ist groß und sicher auch bei den hotels. denn wer von denen kennt seine eigenen vertriebswege noch? wer kann die selbst steuern. es ist doch zur angewohnheit geworden, dass hrs die zimmer bekommt und dann gegen provision alles vollmacht. was, wenn hrs es nicht mehr vermag?!

dagegen sind die protestinitiativen gegen hrs wenig erfolgreich. im münsterland wollte eine gruppe von hotels den aufstand proben und versagte sich hrs. ob das hrs wirklich ärgerte, ist eine andere frage. aber viele hotels haben dann bei booking.com, holidaycheck und anderen mit widgets oder anderen tools versucht, sich dort besser zu positionieren. und das war dann im endeffekt teurer als die neue hrs-abgabe. solche aktionen sind kontraproduktiv, aber zeigen sehr deutlich, dass viele hoteliers den weg zur eigenen buchung nicht mehr steuern können/wollen. deren losbindung von hrs kam vielen teurer als gewünscht. aber es wurde ja auch nur ein portal gegen ein anderes getauscht. eigene wege haben wenige genutzt...

A JK, Horschau
A JK, Horschau

06.03.2012 um 01:07

Betreff: Torsten Neumaier

Ich habe noch nie ein Tier gesehen das Sebstmitleid empfand. Ich kenne aber einige Arten die ausgestorben sind. Artenvielfalt ist hier wohl nicht mehr gefragt. Aus Oligopolen wenden meistens Monopole und das recht schnell. Satt? Selbstjammerer? Nein! Nur realist! Siehe HRS.

Torsten Neumaier, Berlin
Torsten Neumaier, Berlin

05.03.2012 um 16:59

Betreff: falsch...

früher fraßen die großen die kleinen. dann fraßen die schnellen die trägen. heute fressen die hungrigen die satten. und satte selbstbejammerer gibt es genug...

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