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Industrialisierung der Nahrungsmittelherstellung und Massentierhaltung
sind kritisch unter die Lupe zu nehmen

Editorial

Angeprangert wird der Falsche

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/4 vom 21. Januar 2012
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Auch Köche wollen wissen, was in den Produkten drin ist, die sie verarbeiten. Lebensmittelskandale haben sie vorsichtig gemacht: Schnell hängt man Gastronomen nämlich an, was woanders verbockt worden ist, wie vor einiger Zeit beim Ehec-Skandal.

Von solchen und anderen Schweinereien wie einst das Gammelfleisch abgesehen, wollen Köche noch aus ganz anderen Gründen wissen, welche in den Produkten verborgen sind, Geschmacksverstärker und Aromen etwa. Denn das Diktat der künstlichen Aromen verändert den Geschmack und damit auch das Kochen. Das gefällt nicht jedermann. Auch nicht jedem Gast, der kritischer geworden ist.

Das spüren vor allem die Betriebe der GemeinschaftsverpflegungDie Versorgung einer in der Regel großen Verbrauchergruppe mit Speisen und Getränken in hierfür vorgesehenen Einrichtungen, wie Betriebsrestaurants, Haftanstalten, Alten- und Pflegeheime, Mensen sowie Krankenhausküchen.
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, etwa Betriebsrestaurants und Klinikküchen. Die dort wollen genaue Informationen über die angebotenen Speisen. Das hat das aktuelle GV-Barometer ergeben .

Daher legen die GV-Betriebe auch großen Wert darauf, dass auf den Lebensmittelpackungen Zusatzstoffe vermerkt werden. Ihr Wunsch an die Industrie: Die Kennzeichnung der Lebensmittel auf der Verpackung angeben und nicht nur im Internet.

Auf die Verpackung gehören ebenso Informationen über vermehrt unverträgliche Stoffe wie Laktose und Gluten. Darauf lässt sich dann der Speisezettel abstimmen.Wenn der Wirt schließlich auf der Speisekarte auch ausdrücklich laktosefreie Gerichte anbietet, könnte er bei seiner Gästeschar durchaus punkten.

Dass die Gastronomie leichter Hand mit verdorbenen, mit schädlichen Lebensmitteln in Verbindung gebracht wird, zeigt auch die Idee, eine Hygiene-Ampel einzuführen. Als ob die Hygiene in den Restaurants das wäre. Die Industrialisierung der Nahrungsmittelherstellung, die Massentierhaltung sind kritisch unter die Lupe zu nehmen. Doch da steht eine mächtige Lobby vor. Schnell ist von Überregulierung und Marktbereinigung die Rede, die zu Lasten des Mittelstands ginge. Mehr zum Für und Wider in Sachen Hygiene-Ampel auf.

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