Recht
Autofahrer werden 2007 geschröpft
STUTTGART. Ob es sich um Sprit, Versicherung oder Steuern handelt: Die Autofahrer werden im neuen Jahr besonders stark zur Kasse gebeten. Dabei ist die empfindliche Kürzung der Entfernungspauschale für die Arbeitswege nicht einmal eingerechnet. Eine Übersicht der Neuerungen.
Sprit – Die Spritpreise werden kräftig steigen – Pessimisten rechnen mit 6 bis 7 Cent pro Liter. Grund: die höhere Mehrwertsteuer.
Diesel – Wer seinen Diesel mit einem Russpartikelfilter nachrüstet, der bekommt dafür 330 Euro Steuern erstattet – rückwirkend ab 2006. Filtermuffel zahlen künftig einen Aufschlag von 1,20 Euro je angefangene 100 Kubikzentimeter Hubraum.
Ausland – Im EU-Ausland verhängte Geldstrafen oder –bußen, etwa wegen Verkehrsvergehen, können schon ab 22. März 2007 in der deutschen Heimat eingetrieben werden. Das sieht das "EU-Knöllchenabkommen" vor. Es muss sich allerdings um einen Betrag von mindestens 70 Euro handeln. Ein Geschwindigkeitsvergehen in Holland oder Spanien kann also nachträglich die Urlaubserholung ankratzen.
Versicherung: Die Versicherungssteuer erhöht sich – wie die Mehrwertsteuer - um 3 Prozentpunkte auf 19 Prozent. Das gilt sowohl für die Kfz-Haftpflicht- als auch für die Vollkaskoversicherung.
Fahranfänger – Voraussichtlich ab Mitte 2007 soll für Führerscheinneulinge ein absolutes Alkoholverbot in Kraft treten – wenn sie sich ans Steuer setzen wollen –ohne Rücksicht auf das Alter. Ein dreimonatiges Fahrverbot kann die Folge sein – auch wenn der Alkoholspiegel noch so niedrig ist.
Zulassung – Ab März 2007 gilt: Stillgelegte Pkws verlieren nach 18 Monaten nicht mehr automatisch die Betriebserlaubnis. Sind noch keine zwei Jahre seit der letzten "Hauptuntersuchung" verstrichen, so kann der Wagen direkt wieder angemeldet werden.