Samstag in der AHGZ
Bayern will Obersalzberg-Hotel verkaufen
von Alexandra Leibfried
MÜNCHEN/OBERSALZBERG. Der Freistaat Bayern zieht Konsequenzen aus der Affäre um das Intercontinental Berchtesgaden Resort auf dem Obersalzberg. Das Land wolle mittelfristig seine Beteilung loswerden, gab Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) in München bekannt.
Die Betreibergesellschaft des 5-Sterne-Hotels, eine hundertprozentige Tochter der Bayerischen Landesbank, wies im vergangenen Jahr einen Verlust von 4 Mio. Euro aus. Seit Eröffnung im März 2005 hat sich das Minus mittlerweile auf insgesamt 15 Mio. Euro ausgeweitet, wie kürzlich bekannt wurde. Diesen Verlust der Berchtesgaden International Resort Betriebs GmbH trägt die ebenfalls verlustreiche und mit 10 Mrd. Euro staatlich gestützte Bayern LB.
Gemanagt wird das Luxushotel von der Intercontinental Hotel Group. Claus Geißelmann, Direktor des Resorts am Obersalzberg, distanziert sich von den Zahlen der Betreibergesellschaft. „Seit Eröffnung des Hauses im März 2005 führt die Intercontinental Hotel Group das Resort und steigerte die Umsätze laufend“, sagte er der AHGZ. Für 2008 könne er einen Bruttobetriebsgewinn von 700.000 Euro vorweisen. In der Wirtschaftskrise sei er mit einer Auslastung von 53 Prozent durchaus zufrieden.


