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Hoteliersversammlung der Kreisstelle München: (v.l.) Ehrenpräsident Wiggerl Hagn, Stellvertretende Kreisvorsitzende Birgit Netzle-Piechotka, BHG-Präsident Ulrich Brandl, Kreisvorsitzender Conrad Mayer Foto: Karin Gabler

DEHOGA

Bayerns Gastgewerbe will Planungssicherheit

16. November 2010
von  

MÜNCHEN. Die bayerische Hotellerie und Gastronomie geht mit Kampfgeist ins Jahr 2011. Das liegt nicht nur am neugewählten Präsidenten des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands . Auch Conrad Mayer, BHG-Kreisvorsitzender für München, schärft die Waffen.

Image der Gastronomie verbessern

Mit einer klaren Ansage stellte sich der neue BHG-Vorstand den Münchner Medien im Haus des Bayerischen Gastgewerbes vor: Ulrich Brandl fordert die versprochene Abschaffung der Wettbewerbsbenachteiligung für die Gastronomie. „Ob mit künftig 7 Prozent Mehrwertsteuer oder einer anderen Form“, so der Präsident, „in jedem Fall müssen wir die Rahmenbedingungen für die Gastwirte verbessern.“

Monika Poschenrieder, die Fachbereichsvorsitzende Gastronomie, unterstrich: „Die Bedeutung der Gastronomie in der Öffentlichkeit wird kaum wahrgenommen“. Imagepflege nach innen und außen stehe daher auf dem Plan.

Zorn über und öffentliche Preiskritik

Die Hoteliersversammlung der BHG-Kreisstelle München und Landkreis im Hotel Eurostars war Appell und Kampfansage gleichermaßen. „Unsere Branche befindet sich erstmals mitten in politischen Querelen“, erläuterte Conrad Mayer den anwesenden Hoteliers. Die vom Stadtrat gewünschte Bettensteuer ist zwar von der Regierung Oberbayern abgewiesen worden, die Stadt habe sofort jedoch Klage eingereicht.

Oberbürgermeister Ude und die SPD-Stadträte wollen – quasi als Ausgleich zur reduzierten Mehrwertsteuer – pro Gast und Nacht 2,50 Euro kassieren. „Der Verlust durch die geringere Mehrwertsteuer beläuft sich auf 600.000 Euro für die Stadt, die Bettensteuer würde entsprechend der Münchner Übernachtungsstatistik aber 20 Mio. Euro bringen“, verdeutlichte Mayer.

Gleichzeitig werde die Branche zur Zeit durch Messe-Chef Klaus Dittrich öffentlich attackiert, weil einige Hotels zu Messezeiten überteuert seien. Mayer warnte: „Beides belastet den Tourismus in München!“ Er fordert vom Tourismusamt hingegen eine klare Marketingstrategie und keine bloße „Verwaltung der vorhandenen Touristen“. Auch Gastreferent Manfred Zeiner von der Beraterfirma DWIF-Consulting, der die jährlich beträchtlichen touristischen Einnahmen der Stadt darlegte, betonte die Notwendigkeit, „sich als touristisches Ziel stets neu zu beweisen.“

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