Umfrage
Berlin liegt im Mice-Markt vorne
WIESBADEN. Die Unternehmensberatung GHH Consult in Wiesbaden hat im September 2009 rund 200 Professional Congress Planer (PCOs) in Europa und Übersee befragt, welche Kongressstädte sie in Deutschland und Europa bevorzugen und welche Folgen der Wirtschaftskrise sie für das Kongressgeschäft erwarten. Während bei den Europäischen Städten London, Paris und Prag die vorderen Plätze einnehmen, sind dies in Deutschland Berlin, München und Frankfurt, dicht gefolgt von Hamburg und Köln.
Rund 70 % der PCOs gehen davon aus, dass die erzeitige Wirtschaftskrise bis Ende 2010 überwunden sein wird. Bis dahin erwarten jedoch 60 % der Befragten, dass die Zahl der Veranstaltungen noch etwas sinken wird. Auch bei der Tagungsdauer wird mit leichten Rückgängen gerechnet. Die Hälfte der Befragten schätzt jedoch, dass die Zahl der Teilnehmer unverändert bleibt.
Eine positive Entwicklung wird insbesondere für den Bereich der Weiterbildung erwartet. Hier gehen 45 % von einer Zunahme und weitere 25 % von einer gleichbleibenden Entwicklung aus. Auch die langfristig geplanten Großkongresse werden von der Krise kaum betroffen, hier gehen 60 % von unveränderter bis leicht steigender Nachfrage aus.
Budgetkürzungen werden sich nicht so sehr auf die Zahl der Tagungen auswirken, sondern auf die Art der Durchführung: Es werden preiswertere Hotelkategorien und preiswertere Flüge bevorzugt. Dennoch geht der Trend bei den Tagungslocations zu ausgefallenen Räumlichkeiten. 75 % der PCOs erwarten eine steigende Nachfrage nach solchen außergewöhnlichen Veranstaltungsstätten mit Zusatznutzen. red
