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Hotellerie

Berliner Hotels wollen Sterne zurückgeben

24. Juni 2008

BERLIN. Statt nach Sternen zu eifern, wollen fünf Berliner Edelhotels einem Bericht der Berliner Morgenpost zufolge ihre wieder zurückgeben. Der Grund: Pharmaunternehmen scheuten sich, die Luxusherbergen für Kongresse zu buchen. Billiger werden sollen die Hotelzimmer aber nicht.

Für Luxushotels sind Pharmakongresse ein gutes Geschäft: Findet ein Kongress statt, bleiben die meisten Vertreter drei Tage, lasten das Hotel aus, essen und nutzen vielleicht sogar Schwimmbad und Whirlpool. Kritiker dieser Kongresse murren hingegen, dass dieser Luxus nur auf KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
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der Medikamentenkonzerne laufe. Sie wollen, dass die Tagungen in weniger "besternten" Hotels stattfindet. Um sich das Geschäft nicht verhageln zu lassen, wollen fünf Hotels nun auf die fünf Sterne, die ihnen der deutsche Hotel- und Gaststättenverband verliehen hat, verzichten.

Die Hoteliers behaupten, sie hätten die Erfahrungen gemacht, dass die fünf Sterne zu einem "spürbaren Rückgang" bei Buchungen bestimmter Pharmaunternehmen führe. Für die Hoteliers bedeute das Ausbleiben der zahlungskräftigen Kundschaft erhebliche Umsatzrückgänge.

Der Berliner Morgenpost zufolge wollen das Hilton am Gendarmenmarkt, das Swissotel an der Augsburger Straße, das Steigenberger am Los-Angeles-Platz, das Esplanade am Lützowufer und das InterContinental an der Budapester Straße als "Luxushotel auf Fünf-Sterne-Niveau" und nicht mehr als Fünf-Sterne-Häuser gelten. Billiger werden die Hotelzimmer dadurch aber nicht.Doch nicht alle wollen in Zukunft sternelos firmieren: 13 Hotels in der Hauptstadt wollen sich weiterhin mit fünf Stück schmücken.


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