Wettbewerbe
Bosco und Banák siegen bei Cocktail-Weltmeisterschaft
von Uwe Lehmann
BERLIN. Großes Kino bei der Cocktail-Weltmeisterschaft, die anlässlich des 100. Jubiläums der Deutschen Barkeeper-Union (DBU) in Berlin stattgefunden hat. Im Maritim Hotel trafen sich 97 Teilnehmer aus 52 Ländern, um ihre Champions in den Kategorien Classic und Flairtending zu küren. Weltmeister im Flairtending wurde Gianluigi Bosco, Cocktail-Weltmeister Classic Vladimir Banák.
Vor allem beim Flairtending, eine Art artistisches Freestyle-Mixen, bei der die Flaschen und Shaker im wahrsten Sinne des Wortes durch die Luft fliegen, wurde eine mitreißende Show geboten, bei der das Publikum im großen Ballsaal begeistert mitging. Weltmeister wurde etwas überraschend der Brite Gianluigi Bosco vor Juan Santiago aus Uruguay und Jorge Pareja aus Peru.
Vor allem in Südamerika erfreut sich Flairtending besonderer Beliebtheit. So stellte Uruguay bei den neun vorangegangenen Austragungen zweimal den Weltmeister. Für den an der Schulter angeschlagenen Deutschen Meister und Ex-Weltmeister Levent Yilmaz reichte es diesmal immerhin noch zur Finalteilnahme. Erst am Tag der Endausscheidung hatte ihn der Arzt der deutschen Leichtathletik-Nationalmannschaft für das Finale fit gemacht. Ein anderer Mit-Favorit war gar nicht angetreten. Erst kurz vor der Vorrunde waren die Regeln dahingehend geändert worden, dass nunmehr beim Flairtending auch der Geschmack des Cocktails in die Bewertung einging. Rodrigo Delpech aus Argentinien, dem gute Chancen eingeräumt worden waren, zog daraufhin seine Teilnahme zurück.
Die besten Cocktails kamen bei der 35. Austragung der WM überraschend allesamt aus Osteuropa. Den Titel holte sich Vladimir Banák aus der Slowakei mit seinem Cocktail „Sweet Road“, einem geshackten Drink auf Basis von 3 cl Absolut Raspberry mit 1,5 cl Monin Blackcurrant, 1 cl Fabbri Amarena, 1 cl Fabbri Vanilla und 1,5 cl Sahn. Rang zwei belegte Miro Petrovic aus Slowenien und auf Rang drei landete mit Sarka Janova aus Tschechien die beste Frau.
Auch der Sonderpreis für die höchste technische Note ging mit Wu Jou Wen an eine Barkeeperin. Der deutsche Meister 2008 Daniel Günter erreichte das Finale der besten dreizehn Teilnehmer jedoch nicht. Der Präsident der International Bartenders Association (IBA), Derrick Lee, betonte das noch einmal gestiegen Niveau im Vergleich zu den Vorjahren und sah durchaus neue Trend. „Bevorzugt werden zur Zeit gefällige, nicht so extreme Cocktails“, erläuterte Lee, „nicht so süß, nicht zu sauer, nicht zu trocken.“
Dennoch fiel auf, dass viele der teilnehmenden Bartender auf Süße setzten, weil diese scheinbar immer noch den Massengeschmack am besten trifft. Besonders beliebt war dabei Maracuja und als eher würzige Ingredenzie Basilikum. „Es sind aber auch wieder Cocktails gefragt,“ erläuterte Ex-DBU-Präsident Jürgen Falke, „die bereits vor einhundert Jahren gemixt wurden wie beispielsweise der wunderbar Old Fashioned.“ Die Bars seien zudem seit jener Zeit wesentlich gesellschaftsfähiger geworden und heute eine Location für jede Tageszeit, so Falke.
Bereits im Vorfeld der WM waren im Maritim die Deutschen Champion gekürt worden. Deutscher Cocktailmeister Classic wurde Thomas Magg aus Pfronten.


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mickael perron
14.08.2009 um 14:11
Betreff: Bartender
I prefer to speak english. I believe that this moment will stay for ever as a source of inspiration for new generations of bartenders. Lets not speak about things that we don't understand or know, and lets enjoy the moment of true. Congratulation to the IBA & DBU, all the competitors, and all the delegations. No one can break the Bartender Family (or IBA), trust me!