Zulieferer
Brauereien optimistisch für 2010
von Raphaela Kwidzinski
BERLIN. Der Bierabsatz in Deutschland ist im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2008 um 2,1 Prozent gesunken. Zählt man den steuerfreien Export sowie den sogenannten Haustrunk hinzu, sank der Bierabsatz insgesamt um 2,8 Prozent, so das statistische Bundesamt. Die Branche mit derzeit rund 1300 deutschen Braustätten ist dennoch zufrieden. „Trotz der negativen Entwicklung des Absatzes gerade in der Gastronomie und der das Image des deutschen Bieres schädigenden Preisschlacht der Discounter haben die deutschen Brauer doch insgesamt bewiesen, dass man auch in einem insgesamt leicht rückläufigen Markt und unter widrigen Umständen dennoch erfolgreich wirtschaften kann“, teilte Peter Hahn mit, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes.
Als Gründe für den Rückgang des Bierabsatzes gelten die demografische Entwicklung in Deutschland, aber auch das veränderte Trinkverhalten. Die angespannte wirtschaftliche Lage führe zudem dazu, dass die Menschen unsicherer und weniger bereit seien, in der Gastronomie etwas zu konsumieren. Aufgrund des starken Wettbewerbs konnten Brauereien nicht die Preise für ihre Produkte anheben, so der Brauer-Bund. Zuwächse habe es dennoch in einigen Bereichen der Branche gegeben, wie etwa bei Innovationen oder bei alkoholfreien Bieren. Daher wollen die deutschen Brauer neben ihrem Kerngeschäft auch im Jahr 2010 mit neuen Produkten ihr Angebotsportfolio erweitern.
Hahn zeigt sich optimistisch: „Wir hoffen, dass das Wetter in diesem Jahr wieder mitspielt, die Fußballweltmeisterschaft für Deutschland erfolgreich verläuft und viele Menschen die Fernsehübertragungen gerade auch in Gaststätten, Biergärten oder auf Großbildleinwänden bei einem guten Bier verfolgen.“
