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Editorial

Das Netz vergisst nichts

Von Hendrik Markgraf, Chefredakteur

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/6 vom 4. Februar 2012
von  

Erstaunlicherweise ist eine Kette wie in noch nicht so weit, Mitarbeiter per Facebook oder anderen Netzwerken zu suchen. Das mag an der zentralistischen Struktur des Konzerns liegen, wird aber sicher noch kommen, wie Hyatt-Chef Fred Hürst beim Deutschen Hotelkongress in Berlin sagte.

Andere Ketten wie Marriott sind da weiter. Die Gesellschaft hat eine Facebook-Karriereseite. Dort geht sie mit dem Online-Spiel „My Marriott-Hotel“ auf Talentsuche. Das Hotel Berlin, Berlin ist gleich auf mehreren Portalen aktiv und verknüpft Jobofferten mit Hintergrundinformationen zum Hotel. Ebenso die Kooperation Ringhotels, um drei Beispiele zu nennen.

Sich dem zu entziehen, das geht im Grunde gar nicht mehr. Denn es ist unwahrscheinlich, dass man nie im Netz auftaucht. Auch als Hotelier. Und wer zu lange zögert, den bestraft der . Das zeigt auch die Abhängigkeit von Buchungsportalen wie HRS, in der sich die Hotellerie mittlerweile befindet.

Wenn man daher schon im Netz auftaucht, ob man will oder nicht, so sollte man zumindest Einfluss darauf nehmen, wie das geschieht. Also die Informationen über sich als Person und über sein Hotel geschickt steuern. Steuern, was öffentlich wird – und was nicht.

Mithilfe von , Pinnwand-Einträgen und Kurznachrichten lässt sich das eigene ImageMehr oder weniger bewusste, vereinfachende Beurteilungen eines Meinungsgegenstands durch ein Individuum, die in ihrer Verfestigung als mehrdimensionales Einstellungskonstrukt Handlungs- und Verhaltensrelevanz gegenüber einem Imageobjekt gewinnen.
weiter mit Mausklick...
wunderbar pflegen. Auch frisieren. Aber aufpassen: Wer schummelt, fliegt schnell auf.

Das alles kostet natürlich Überwindung, und Geld. Und wer nur das regionale Publikum erreichen will, kann immer noch auf die gute alte Mundpropaganda vertrauen.

Kurzum: Die digitale Welt kann die analoge nicht ersetzen. Ja, das Netz birgt Tücken und Fallen. Also genau überlegen, was man öffentlich macht. Und die Chancen nutzen, die das Netz bietet (Seiten 1, 12).




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