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Ehec: Erste Fälle in Frankreich Foto: Colourbox

Ehec-Bakterien

DEHOGA: Lieferanten müssen Herkunft nachweisen

31. Mai 2011
von  

STUTTGART/BERLIN. 13 Tote hat es laut aktueller Medienberichte bereits gegeben, 1300 Menschen sind krank (Stand: 31.Mai). Nach wie vor ist unklar, woher die schweren Durchfall-Erreger genau kommen und wie sie sich verteilen. Spanische Gurken sind stark verdächtig, aber auch Gemüsesorten wie Salat und Tomaten.

Ende der Woche verbannten zahlreiche Supermärkte (Metro, Aldi-Nord, Tengelmann, Rewe-Gruppe) spanische Gurken aus den Regalen. Denn der Ehec-Durchfallerreger war vergangenen Donnerstag an vier spanischen Salatgurken nachgewiesen worden, darunter eine Bio-Gurke.

Die größte Krankheitswelle verzeichnet die Stadt Hamburg. Aber es gebe Anzeichen, dass die Krankheitswelle ihren Höhepunkt erreicht habe, meldeten Experten. Die Zahl der Neuerkrankungen stieg seit dem Wochenende nicht mehr so stark an wie zuvor. Erste Therpieerfolge gab es auch. Kranke werden mit dem Antikörper Eculizumab behandelt. Das Medikament, mit dem eigentlich eine seltene Bluterkrankung behandelt wird, stellt das Schweizer Biotechunternehmen Lonza her.

Mit großer Sorge verfolge der Bundesverband die Ausbreitung des EHEC-Erregers in Deutschland und Europa sowie die Auswirkungen auf die Gastronomie, heißt es aus Berlin. Mit einem Merkblatt will der Verband die Branche mit aktuellen Erkenntnissen und Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) und des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) ausstatten (siehe Link unten). "Die von den beiden federführenden Instituten herausgegebenen Hinweise gelten einmal mehr für die Betriebe unserer Branche", so Hauptgeschäftsführerin .

Hartges weiter: "Wir raten dringend, Ihre Mitarbeiter in der Küche für die besondere Bedeutung einer einwandfreien Personal- und Produkthygiene zu sensibilisieren und darauf hinzuwirken, die von RKI und BfR dargestellten Hygiene-Maßnahmen zum Schutz vor einer EHEC-Infektion zu beachten. Auch sollten die Servicemitarbeiter auf mögliche Fragen der Gäste vorbereitet werden."

Wichtiger denn je sei es darüber hinaus, die Herkunft der Lebensmittel nachweisen zu können. Gastronomen sollen sich von Ihren Lieferanten deren Bezugsquellen nennen und dokumentieren lassen.

Auf der DEHOGA-Hompage fasst ein PDF die wichtigsten Informationen zu zusammen. Laut DEHOGA basieren die Ausführungen auf den Angaben der Organisationen Robert-Koch-Institut (RKI) Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

www.dehoga-bundesverband.de/branchenthemen/ehec

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Leser-Kommentare zum Artikel (1)

Thomas Wilpert, Freiburg
Thomas Wilpert, Freiburg

30.05.2011 um 15:56

Betreff: Ehec

Jahrelang haben wir uns auf Gemüse- und Obstlieferungen aus Spanien verlassen, haben wir mit unserem Konsumverhalten die landwirtschaftliche Gigantomanie und die Umweltsünden vor Ort gefördert. Billig, jederzeit verfügbar und in tadelloser Optik - das waren die großen Trümpfe der Spanier. Und jetzt?