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Steuern & Abgaben

Jubel: Wirte und Hoteliers gehen mit bei der Rede des baden-württembergischen DEHOGA-Präsidenten Peter Schmid  Foto: Holger Zwink

Mehrwertsteuer

DEHOGA-Südverbände zeigen Stärke

3. Mai 2011
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MÜNCHEN/STUTTGART. Es war ein machtvoller Auftritt der beiden DEHOGA-Landesverbände Baden-Württemberg und Bayern in Stuttgart und München. Zwei Bierzelte auf den jeweiligen Frühlingsfesten der Landeshauptstädte waren zeitgleich Schauplatz kämpferischer Reden der DEHOGA-Landesvorsitzenden. Zentrales Thema beider Veranstaltungen: Die reduzierte Mehrwertsteuersatz für die Gastronomie.

Unerträgliche Wettbewerbsverzerrung

Im Hippodrom von Sepp Krätz in München fand  Bayerns DEHOGA-Chef Ulrich Brandl vor 1300 Gastronomen und Hoteliers eindeutige Worte:„Kein Nachbarland mutet seiner Gastronomie eine so unerträgliche Wettbewerbsverzerrung zu wie es die Bundesrepublik Deutschland macht!“ Er betonte, dass es sich bei der Forderung der Branche um ein Wahlversprechen gehe und belegte, wie wirksam die reduzierte in der Hotellerie als Wachstumsbeschleunigungsgesetz gewesen war.

„Das Bayerische Handwerk erklärte vergangene Woche, dass seine Auftragsbücher voll seien“, so Brandl, „es wäre schön gewesen, wenn man erwähnt hätte, dass auch die Aufträge aus der mittelständischen Hotellerie mit dafür verantwortlich sind!“  Brandl hob erneut hervor: „Es geht nicht um Steuergeschenke, sondern um Wettbewerbsbedingungen wie sie in 24 von 27 EU-Staaten längst gegeben sind.“

Medialer Pranger

Der baden-württembergische DEHOGA-Präsident gab in seiner Ansprache deutlich seinem Unmut darüber Ausdruck, dass Wirte und Hoteliers an den medialen Pranger gestellt werden. Sie würden als "Bösewichte" dargestellt, die die Republik mit der Senkung der Hotelmehrwertsteuer an den Rand des Abgrunds getrieben  haben. Dabei stehe doch fest, dass die Steuersenkung allein in Baden-Württemberg zu einer Verdoppelung der Investitionen geführt und 1400 Arbeitsplätze neu geschaffen habe.

Den  3700 begeistert mitgehenden  Wirten und Hoteliers in Grandls Hofbräu-Zelt rief Schmid zu: "Wir fordern einen einheitlichen reduzierten Mehtwertsteuersatz für alle Lebensmittelbranchen. Im Klartext: 7 Prozent Mehrwertsteuer auch für die Gastronomie."

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