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Design Hotels: Umsatzrückgang im Vorjahr
BERLIN. Die Design Hotels AG, Vermarktungs- und Positionierungsdienstleister für Inhaber geführte Hotels und kleine Hotelgruppen im New Luxury Segment, veröffentlicht heute die vorläufigen Ergebnisse des 4. Quartals und des Geschäftjahres 2009 nach IFRS. Demnach sank der Umsatz im Gesamtjahr um 8 Prozent gegenüber 2008, das operative Ergebnis (Ebitda) ging von 1,07 Mio. auf 0,47 Mio. Euro zurück. Die Zahlen liegen damit im Rahmen der zur Jahresmitte geäußerten Erwartungen.
Der Umsatz sank im Geschäftsjahr 2009 um rd. 8 Prozent auf 8,46 (Vj. 9,14) Mio. Euro, im
4. Quartal ging der Umsatz um rd. 3 Prozent auf 2,77 (2,86) Mio. Euro zurück. Wesentliche
Ursache für den Umsatzrückgang waren die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Nach fünf Wachstumsjahren in der weltweiten Tourismusindustrie kam es zu branchenweiten Umsatzrückgängen. Neben dem allgemein zurückgehenden Reiseaufkommen kamen in der Hotelindustrie besonders die Auswirkungen kürzerer Verweildauern und sinkender Zimmerpreise zum tragen. Entsprechend wiesen die Kommissionserlöse der Design Hotels AG im Berichtsjahr mit -19 Prozent den deutlichsten Rückgang aus, der Anteil am Gesamtumsatz sank von 47 auf 41 Prozent. Im Jahresverlauf wurde eine tendenzielle Verbesserung der Buchungssituation registriert. Die Umsätze im Bereich Marketing Products und Consulting sanken um 2 Prozent. Die Einnahmen aus jährlichen Mitgliedsgebühren stiegen hingegen um rund 9 Prozent. Ursache hierfür war die höhere Anzahl an Mitgliedshotels sowie die stufenweise Umstellung auf neue Mitgliedsverträge.
Die Rohertragsmarge blieb im Gesamtjahr mit 70 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres (72 Prozent), Grund hierfür ist unter anderem der gesunkene Anteil der margenstarken
Kommissionsumsätze am Gesamterlös. Im 4. Quartal sank die Rohertragsmarge auf 56 (61)
Prozent, was auf den hohen Anteil des Projektgeschäfts in diesem Berichtszeitraum
zurückzuführen ist. Aufgrund der langfristig stärkeren Ausrichtung des Unternehmens hin zum Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft wurde der Ausbau des Mitarbeiterstamms trotz des absehbaren, konjunkturell bedingten Umsatzrückgangs fortgesetzt. Die gesamten Betriebskosten wurden daher in der Summe nur unwesentlich auf 5,51 (5,58) Mio. Euro reduziert.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erreichte im Jahr 2009 rund
0,47 (1,07) Mio. Euro, das ist ein Rückgang um 56 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im 4. Quartal stieg das Ebitda um 39 Prozent auf 353.00 (254.000) Euro. Die Ebitda-Marge betrug im Gesamtjahr 6 (12) Prozent, im 4. Quartal lag sie bei 13 (9) Prozent. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) erreichte im Jahr 2009 rd. 300.000 (0,91 Mio.) Euro, das ist ein Rückgang von 67 Prozent. Im 4. Quartal 2009 stieg das Ebit um 39 Prozent auf 317.000 (228.000) Euro.
Aufgrund des Ergebnisrückgangs und der geänderten wirtschaftlichen Lage wurde bei den
aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge eine bilanzielle Wertberichtigung in Höhe von 1,32 Mio. Euro vorgenommen. Das Konzernergebnis weist daher für das Jahr 2009 einen Nettoverlust in Höhe von 0,96 Mio. Euro aus. Im Vorjahr war ein Nettogewinn in Höhe von 1,05 Mio. Euro erzielt worden.


