Wettbewerb
Deutsche Jugendmeisterschaften: Sieger gekürt
BERLIN/KÖNGISWINTER. Die Deutschen Jugendmeister in den gastgewerblichen Ausbildungsberufen 2009 stehen fest: Sylvi Ketzel vom Sport & Spa Resort A-ROSA Scharmützelsee in Bad Saarow gewinnt bei den Hotelfachkräften. Jacob Frey vom Gasthof zum Ochsen in Kernen-Stetten holt die Goldmedaille bei den Restaurantfachleuten. Den ersten Platz bei den Köchen erringt Jessica Vahlsing vom Mercure Atrium Hotel in Hannover.
Echte Wettkampfstimmung herrschte am Wochenende im Steigenberger Grandhotel Petersberg. Deutschlands 51 beste angehende Köche, Hotel- und Restaurantfachleute aus 17 DEHOGA-Landesverbänden traten in Königswinter bei Bonn gegeneinander an, um die Deutschen Jugendmeister zu ermitteln. Nach schriftlichen Arbeiten und Warenerkennung am Samstag standen am Tag darauf die praktischen Prüfungen auf dem Programm. Je nach Ausbildungsberuf zeigten die Nachwuchskräfte ihr Können beim Zubereiten und Servieren von Speisen, Cocktails Mixen, Eindecken von festlichen Tafeln,
Gestalten von Speisekarten, Zimmer Checken und Führen von Verkaufsgesprächen.
Krönender Abschluss der Meisterschaften war das Prüfungsessen am Sonntagabend. Jeder Koch musste aus einem vorgegebenen Warenkorb ein Menü für zehn Personen erstellen, das anschließend von den Restaurant- und Hotelfachmännern und -frauen professionell serviert wurde. Bis zum Wettkampfende um 22 Uhr bewiesen alle Teilnehmer trotz großen Drucks Nervenstärke und beeindruckten die Jury mit herausragenden
Leistungen.
„Wer den Petersberg erklimmt, schafft es überall", sagte DEHOGA-Präsident Fischer bei der feierlichen Siegerehrung am 2. November 2009 im Steigenberger Grandhotel vor 300 hochrangigen Vertretern und Partnern der Branche. Voraussetzung dafür seien Lust auf Leistung, Engagement und Mut, ausgetretene Pfade zu verlassen. Das bestätigte Jungkoch Florian Neumann, Deutscher Jugendmeister 2008 und Koch-Weltmeister 2009, der als Gast bei der Siegerehrung seinen Werdegang beschrieb.
104.000 junge Menschen lernen derzeit einen der sechs gastgewerblichen Ausbildungsberufe und haben sich damit für eine Branche mit besten Zukunftsaussichten entschieden: „Kaum eine Branche ist so international wie das Gastgewerbe und bietet hervorragende Perspektiven - auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten", hob Fischer hervor und forderte von der Politik vernünftige Rahmenbedingungen für Hotellerie und Gastronomie.


