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Spitze: Gutbürgerliche Restaurants liegen in der Gunst der Deutschen ganz vorn Grafik: Apollinaris

Studie

Die Deutschen stehen auf gutbürgerliche Küche

10. November 2009
von Svenja Alberti

BERLIN. Wenn es um den Restaurantbesuch geht, sind die Deutschen bodenständig. Zwei Drittel bevorzugen gutbürgerliche Restaurants vor einfachen Speisewirtschaften, die von rund der Hälfte gern besucht werden. Auf Fast-Food- und Schnellrestaurants stehen rund 30 Prozent, während 15 Prozent Trend- und Szenerestaurants auswählen und nur 11 Prozent der Deutschen regelmäßig in ein Sternerestaurant gehen.

Das ergibt die Geschmacksstudie 2009, die das Forsa-Institut erstmalig als Forsa.omninet* Befragung durchgeführt hat. In diesem Jahr liefert die noch mehr Details der gastronomischen Genuss-, Erlebnis- und Servicewelt der Deutschen.

So wurden die Bürger beispielsweise gefragt, was sie mit "Genuss im Alltag" verbinden. Für einen großen Anteil der Deutschen ist das "Zeit haben" (83 Prozent). Besonders schöne Momente löst bei 46 Prozent der Befragten "ein Essen zu Hause an einem stimmungsvoll gedeckten Tisch" aus. Für ebenso viel ist es aber der Restaurantbesuch. Zur Häufigkeit der Restaurantbesuche ermittelte das Forsa-Institut, dass mehr als die Hälfte der Deutschen an 18 Jahren mindestens einmal im Monat ein Restaurant besucht. Dabei gibt eine Person durchschnittlich 20 Euro aus.

Der Grund für den Restaurantbesuch ist für rund drei Viertel der Befragten "Ausgehen mit der Familie". Für jeweils zwei Drittel ist der Anlass meist ein "Treffen mit Freunden" oder "Sich etwas Besonderes gönnen". Lediglich 17 Prozent gehen aus, weil sie "keine Zeit zum Kochen" haben.

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Leser-Kommentare zum Artikel (1)

Peter Holtermann, Bielefeld
Peter Holtermann, Bielefeld

11.11.2009 um 15:37

Betreff: Groll...

"Zwei Drittel bevorzugen gutbürgerliche Restaurants vor einfachen Speisewirtschaften, die von rund der Hälfte gern besucht werden": Wenn ich sowas lese, dann frage ich mich schon, wozu ich mit mit meinem Team in der Küche verbiege und verrenke. Auch kostenmäßig (Einkauf, Zeiteinsatz, Personal).

 

Dann wohl - wenn in der Studie alles mit rechten Dingen zugeht - Schnitzel in den Kombidämpfer oder in die Fritteuse, Pommes aufs Blech oder ins heiße Fett und dann das Ganze, am Besten mit einer Flasche Ketchup, für 5,90 Euro auf den Teller bzw. Tisch geknallt.

 

Wenn einem da nicht der Kragen platzt...

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