Systemgastronomie

Kein Mitläufer: Simon Tress (rechts) vom Biohotel Rose auf der Schwäbischen Alp in der Diskussion mit Marcus Smola, Geschäftsführer von Best Western Deutschland

© Alexandra Leibfried

Positionierung

Die Kleinen liefern das Feuerwerk an Ideen

8. Oktober 2015
 Alexandra Leibfried

HEILBRONN. Individuelle Gastgeber müssen auffallen. , GeschäftsführerBezeichnung für das Leitungsorgan der Gesellschaft mit beschränkter Haftung .
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der Tress Gastronomie, gelingt dies bestens. "Meine Devise heißt mittlerweile Lokalität, weil heutzutage die größte Lüge überhaupt geworden ist", wettert er lautstark und erntet dafür viel Applaus. "Regional nennt sich doch schon, wenn die Kartoffeln irgendwo aus Deutschland stammen", so Tress weiter. Seine Konsequenz: Er spitzt sein gastronomisches Angebot im auf der Schwäbischen Alb noch weiter zu, indem er beispielsweise nur noch mit Salz und Pfeffer würzt. Seit mehreren Generationen führt die Familie eine Gastronomie, vor 50 Jahren wurde der Großvater aus Überzeugung bereits Bio-Landwirt, die Rose war Baden-Württembergs erstes Biohotel und die Bioconvenience-Produkte der Tress Gastronomie finden sich landesweit in Bio-Supermärkten.

Über Chancen und Grenzen von Individualität, aber auch, wie Individualbetriebe von Systemern - und diese umgekehrt - voneinander profitieren können, darüber sprachen Experten beim 6. Heilbronn Hospitality Symposium an der vor rund 350 Teilnehmern. Einig waren sie sich darin, dass im System "wenig Platz für ein Feuerwerk von Ideen ist". Dieses können individuelle Gastgeber bieten. Eben Simon Tress, bei dem Rinderfilet nur zusammen mit Rinderherz auf den Tisch kommt, der Klassiker wie Zwiebelrostbraten verweigert, bei dem der Gast keine große Auswahl hat und auch nicht der König der Speisekarte ist.

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Aber auch Quereinsteiger können es schaffen. Wie , die vor vier Jahren im Stuttgarter Königsbau die Stehgastronomie eröffnete, benannt nach ihrer Oma, die immer frisch zubereitete Gerichte auf den Tisch brachte. Nowothny entschloss sich, das zu machen, was sie selbst vermisste in der Gastronomie: Einfache leckere Gerichte von hoher Qualität, hierin sah sie die Marktlücke. Sie sollte recht behalten. Ihr Angebot wie Rindswurst vom Boeuf de Hohenlohe, Currywurst mit eigens kreierter Soße, Flammkuchen und Waffeln punkten beim Gast. Mittlerweile hat sie zusatzlich einen Stand auf dem Stuttgarter Wochenmarkt und bietet CateringLieferung, Versorgung oder Bereitstellung von Speisen und Getränken durch einen Caterer.
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für bis zu 30 Personen an. "Ich höre auf meine Intuition, wenn ich Entscheidungen treffe", sagt Nowotny.

Wie schwer es Einzelkämpfer besonders am Hotelmarkt haben, machten erfahrene Hoteliers wie (Geschäftsführer Best Western Deutschland, Österreich und Schweiz) sowie (VorstandNeben der Hauptversammlung und dem Aufsichtsrat eines der drei Organe einer Aktiengesellschaft.
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der Romantik Hotels) deutlich. Denn sowohl in der Kette als auch in der Kooperation stehen Experten bereit, die beim Einkauf oder dem Online-VertriebBetriebswirtschaftliche Funktion im Sinne von Absatz.
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die Marschrichtung vorgeben und viel Zeitersparnis bringen. "Wenn die Website für den Online-Verkauf standardisiert wird, ist niemand in seinem individuellen Bereich als Gastgeber eingeschränkt, im Gegenteil", findet Smola. Denn das BedürfnisKann auch als Mangelgefühl beschrieben werden, verbunden mit dem Wunsch, diesen Mangel zu beseitigen.
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nach Individualität sei groß in der Gesellschaft und nehme weiter zu. Als Beispiel nennt er Ketten, die mit immer individuelleren auf den Markt kommen. Schwer also für Hoteliers, in Zeiten von niedrigen Durchschnittsraten, hohen Überkapazitäten und hohen Personalkostenderen Arbeitskraft in einem Unternehmen entstandene Aufwendungen.
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, allein einen individuellen erfolgreichen Neustart hinzulegen. Man dürfe auch nicht aus den Augen verlieren, dass sich Individualbetriebe und Systemer gegenseitig bestäuben können, betonte Thomas Edelkamp. Er habe in seiner Zeit bei Hotelketten auch ein anderes Zahlenverständnis und den Vorteil von Prozessen schätzen gelernt, ergänzte Philip Borckenstein von Quirini, offiziell noch General ManagerMitarbeiter der Hotelleitung mit der Aufgabe, die Interessen des Hotelunternehmers wahrzunehmen.
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im Elysée Hotel Hamburg.

Eine Umfrage im Publikum untermauerte die Meinung der Experten, dass die Nachfrage in der Gesellschaft nach Systemen und Marken immens groß ist und weiter wachsen wird. Denn fast alle gaben an, in Kettenhotels zu schlafen, in der SystemgastronomieBetriebsform in der Gastronomie, bei der entgeltlich Getränke und/oder Speisen in einem standardisierten Gastronomiebetrieb abgegeben werden, die an Ort und Stelle verzehrt oder auch mitgenommen werden können.
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zu essen oder bei Amazon einzukaufen.

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