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Hotelier des Jahres: Dieter Müller

Auszeichnung

Dieter Müller: Motel One-Chef ist Hotelier des Jahres 2009

26. Januar 2009
 Hendrik Markgraf

BERLIN. Sie haben die "Hotelier des Jahres"-Jury mit ihrer herausragenden, unternehmerischen Leistung überzeugt: Roland Zadra und sind Montag Abend auf der großen Jubiläums-Gala im InterContinental Berlin zum gekürt worden.

Mehr als 1000 Gäste waren der Einladung der AHGZ Allgemeine Hotel- und Gastronomiezeitung gefolgt, um beim beliebten Branchenevent in der Hauptstadt dabei zu sein. Die Veranstaltung „Hotelier des Jahres“ feiert bereits ihr 20-jähriges Bestehen. Dieter Müller, Gründer und Vorstandsvorsitzender der MotelBeherbergungsbetrieb, der mit einem Hotel zu vergleichen ist, jedoch in der Regel über kein Restaurant verfügt.
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One Group in München, freute sich über die besondere Ehrung.

AHGZ-Chefredakteur Hendrik Markgraf hat ihn porträtiert:

Ein Mann der Visionen und des Kalküls

Von Hendrik Markgraf

So wie er auftritt, offener Hemdkragen, weißes Hemd zu dunklem Anzug, lässig-elegant, könnte er auch aus der Werbe- oder Architektenszene stammen: Dieter Müller, der Hotelier, Seiteneinsteiger, schon 33 Jahre im Geschäft. Eine sympathische Erscheinung, hochgewachsen, warme Stimme, offen, spricht mit den Händen, lächelt charmant, ist mit seinen 54 Jahren jung geblieben.

Das ist die eine Seite. Die andere zeigt sich in dem, was er sagt. Nichts Unüberlegtes. Hier spricht ein Stratege. Auch das Foto-Shooting macht er bereitwillig mit, obwohl es ihm einiges abverlangt. Muss aber sein. Da ist er Profi.

Mit Herzblut hat er vor mehr als zwanzig Jahren die Astron Hotelgesellschaft gegründet und 13 Jahre geführt – und dann an den spanischen KonzernZusammenschluss mehrerer rechtlich selbstständiger Unternehmen zu einer wirtschaftlichen Einheit unter einer einheitlichen Leitung die verbundenen Unternehmen werden als Konzernunternehmen bezeichnet .
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NH Hoteles verkauft. Eine rein sachliche, strategische Entscheidung.

So wie der Ausbau der AG)Abk. für Aktiengesellschaft.
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. Im Low-Budget-Bereich tat sich eine Marktlücke auf, ein ungehobener Schatz. Und den wollte Dieter Müller nicht liegenlassen. Außer Accor und B&B war nicht viel Konkurrenz
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in Sicht. Doch wo lag die Lücke, was musste Motel One bieten, um sich von den anderen Markenhotels zu unterscheiden?

Zunächst war Motel One, 1999 gegründet, ähnlich wie Etap konzipiert – günstiger PreisTransaktionspunkt zwischen Angebot und Nachfrage eines Produkts bzw.
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, standardisiertes Leistungsangebot –, und auch an fast denselben Standorten verbreitet: verkehrsgünstige Lagen an Autobahnen und Einfallstraßen im Einzugsgebiet von Mittel- und Großstädten. Accor hatte gewissermaßen die Standortanalyse vorab geliefert.

Nach dem Verkauf der 4-Sterne-Häuser von Astron konzentrierte sich Müller ganz auf Motel One. 2005 stand dann das endgültige Konzept: Nun unterschied sich die Low-Budget-Kette von anderen Anbietern vor allem durch eins: durch Ausstattung, Design und wertige Materialien. Am sinnfälligsten zum Ausdruck gebracht in dem Spruch: „Viel Design für wenig Geld“.

Auch wurden jetzt attraktive City-Lagen gesucht. Prominente Beispiele sind die Häuser in Berlin am Ku’Damm (Kantstraße) oder am Alexanderplatz. Alle Hotels, auch die nachgerüsteten der ersten Generation, haben jetzt den gleichen Look, von lokalen Bildmotiven – meist Stadtmotive – in der Lounge einmal abgesehen. Konstanten sind unter anderem die Farbe Türkis, das Blatt-Ornament, der Schriftzug über der 1.

Die Fassaden sind unterschiedlich. Mal unscheinbar, mal auffällig wie in der Kantstraße: eine Klinkerfassade mit dreifarbigem Stufenmuster. Vielleicht hat das Theater des Westens – gleich nebenan gelegen, mit seiner spektakulären Architektur dazu herausgefordert, einen Kontrapunkt zu setzen.

Auf jeden Fall fällt das Motel One dort auf, mitten im Großstadtgetriebe: tosender Straßenverkehr vor der Haustür, ratternde Züge. Schallverglasung lässt den Lärm nicht in die Zimmer dringen. Und es hat schon einen gewissen Reiz, die Züge vorbeisausen zu sehen. Vom weichen Bett aus lässt sich die Unwirtlichkeit der Stadt betrachten – wie im Kino.

Dazu passt die Funktionalität, die Coolness der Einrichtung, obwohl die Zimmer nicht ungemütlich sind: Stoffe und Farben, auch Echtholzfurniere verströmen eine gewisse Wärme.

In der Halle, die alles in einem ist: Bar, Lounge, Frühstücksraum, Coffee-Shop, Treffpunkt, herrscht die gleiche Coolness, eine Kühle, die junge Leute, aber auch ältere, anzieht; all jene, die auf eine gewisse Lässigkeit und Schnörkellosigkeit, auf die Abwesenheit von Etiketten Wert legen. Und das zu einem erschwinglichen Preis. Ein Preis, der nicht mindere Qualität nach sich zieht. Das ist der Trick. Wer in einem Motel One absteigt, bekommt zwar limitierten, doch guten Service, bekommt einen Wein, den man in einem 2-Sterne-Hotel nicht vermuten würde.

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