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Branchenpolitik

Erste Austritte beim BHG

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/50 vom 16. Dezember 2006

MÜNCHEN. Nach der Forderung des neuen BHG-Präsidiums nach einem generellen, ausnahmslosen Rauchverbot in der Gastronomie, schlagen die Wellen hoch - speziell bei den Münchner Mitgliedern des Verbands. Toni Roiderer, Sprecher der Wiesnwirte, ist der erste, der aus dem Verband ausgetreten ist. "So kann man mit Mitgliedern nicht umgehen", betonte er. "Wir sollten doch erwarten dürfen, dass wir von unserem Präsidenten, der uns repräsentieren will, zu diesem Thema angehört werden!"

Einige Kollegen in München wollen versuchen, Siegfried Gallus dazu zu bewegen, mit seiner Forderung "zurück zu rudern". Der BHG-Präsident hatte gefordert ein Rauchverbot auch auf Festzelte auszudehnen, um Chancengleichheit zu schaffen. Diese Forderung, die im Vorfeld einer Berliner Entscheidung publiziert wurde, geht weit über das bisher freiwillige Abkommen zwischen Gastwirten und Gesetzgebern hinaus. Fakt ist, dass die Stimmung am Isarstrand auf gut bayerisch "brenzlig" geworden ist - und dabei geht es nicht nur um den Zigarettenqualm.


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Leser-Kommentare zum Artikel (11)

Hans Schneider Nürnberg
Hans Schneider Nürnberg

18.12.2006 um 13:41

Betreff: Kommentar zum Artikel

Nur ein generelles Rauchverbot ohne "Hintertürchen" wie von der Regierung ursprünglich geplant bietet Chancengleichheit. Vor allen Dingen die kleinen Gaststätten mit nur einem Gastraum und die Pachtbet riebe, die viel Geld in fremdes Eigentum stecken müssten um Konkurenzfähig zu bleiben, dürfen
hoffen. Bitte vergesst die Hotelbetriebe nicht
Hotelzimmer, die von starken Rauchern benuzt wurden
stinken teilweise ekelerregend nach kaltem Rauch. Für Personal und folgende Gäste unzumutbar Auch aus brandschutztechnischer Sicht ist ein stricktes Rauchverbot in Hotelzimmern, zum Wohle der Gäste und Mitarbeiter. Chancengleichheit und saubere Luft - weiter so

Frank Hildenbrand
Frank Hildenbrand

17.12.2006 um 23:34

Betreff: Kommentar zum Artikel

Ist doch ganz einfach

Freie Entscheidung füe ALLE Unternehmen unterschiedlichster Art

Oder das Arbeinehmergesetz muß zugunsten der Nichtraucher geändert werden, dann haben sich eh alle Diskussionen erledigt.

Gesellige Grüße

Thomas Gaier, Rottach-Egern
Thomas Gaier, Rottach-Egern

15.12.2006 um 11:17

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Endlich mal kein Kompromiss Herr Gallus. Danke Sondern eine klar formulierte Stellungnahme, ohne Ausflüchte oder Rücksichtnahme auf ein paar unbelehrbare Lobbyisten. Warum sollte es Umsatzeinbußen oder verärgerte Gäste geben Die Leute werden sich dadurch weder vom Wiesbesuch noch vom Besuch im Restaurant abhalten lassen. Sie werden eher die rauchfreie Luft geniessen. Weiter so.

Sebastian, Hamburg
Sebastian, Hamburg

15.12.2006 um 10:07

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Andersrum gefragt:
41 der Bayerischen Wirte forderten schon im September ein komplettes Rauchverbot, mittlerweile dürften diese Zahlen bei über 50 liegen - wieviele Austritte hätte es gegeben wenn der BHG diese Forderung nicht unterstützt hätte

Anstatt des Austrittes einer handvoll Wiesenwirte wären dann tausende gegangen weil ihre Forderung nach Changengleichheit und einer einfachen Lösung nicht Nachdruck verliehen worden wäre

Heidi Stern, München
Heidi Stern, München

15.12.2006 um 09:46

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Wenn man die Frage des Herrn Meier liest, was denn so schlimm sei, wenn man in Wiesnzelten nicht mehr rauchen darf, könnte man annehmen, er war noch nie in einem Wiesnzelt. Die Zelte sind meistens um spätestens 17.00, am Wochenende bereits Mittag, zu. Bei einem Rauchverbot müssten die Raucher also raus aus dem Zelt, kommen dann aber nicht mehr rein. Wie soll das bitte praktiziert werden Abgesehen von dem ständigem "Gekomme und Gegehe" Auch wenns die militanten Nichtraucher nicht wahrhaben wollen, die rauchende Bevölkerung macht immerhin 1/3 aus und bei totalen Rauchverboten wird sich dies umsatzmäßig auswirken auch wenn es von anderer Seite immer beschönigt wird. Ich kann nur sagen "Hut ab" von der Entscheidung des Herrn Roiderer aus dem Verband auszutreten. Im übrigen sehe ich die Forderung des Herrn Gallus ebenfalls als reine Profilierungssucht. Mit dem Kompromiss-Vorschlag der Koalition könnten beide Seiten sicher gut leben. Die Nichtraucher wären mehr geschützt und die Raucher wären nicht vollkommen diskriminiert.

Stefan Sittig
Stefan Sittig

15.12.2006 um 09:18

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Die bayrischen Wirte sollen sich freuen auf ein 100 rauchfrei Sie werden die Gewinner sein, denn der Umsatz wird sich deutlich verbessern. Bayern hat die Zeishen der Zeit erkannt. Lassen Sie sich nicht durch Austritte einiger Unverbesserlicher abhalten. Chancengleichheit für alle. Die absolute Mehrheit der Gäste wartet seit Jahren darauf.

Holger Schneider
Holger Schneider

15.12.2006 um 08:59

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Zur Aussage von Herrn Roiderer in der Sendung Quer vom 14.12.2006:" Es wurde keine repräsentative Umfrage unter den Mitgliedern des BHG gemacht "

Es ist konsequent gedacht und gehandelt, wenn ein Mitglied, dass sich in seinen Belangen durch den Verband nicht mehr richtig vertreten fühlt, aus diesem austritt.

Dafür leben wir in einer Demokratie.

Bei allen Abfragen unter Kollegen, ( unter anderem bei einer Veranstaltung mit 380 Teilnehmern ),
ist die Mehrheit aber für eine Regulierung durch
den Staat.

Auch das ist Demokratie.

Enrico Havanna, Denkendorf
Enrico Havanna, Denkendorf

14.12.2006 um 19:12

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Siegfried Gallus muss da jetzt durch. Wie komisch seine Gegner argumentieren, sieht man doch am Kommentar von Bernd Palmer aus Genf. Was soll ein "freier Markt", wenn es um Sucht, um Süchte geht. Der Raucher, der für ein paar Stunden in der Gastronomie nicht auf seine Sucht verzichten kann, das macht ja die Sucht aus, ist doch nicht frei - und somit auch kein "freier" Marktteilnehmer. So ein Schwachsinn, Herr Bernd Palmer. Sie fragen: Wovor hat man Angst Man muss vor solchen Leuten wie Ihnen Angst haben... Aber wir wehren uns. Enrico Havanna.

Zaubermahl GmbH Olaf Strelow
Zaubermahl GmbH Olaf Strelow

14.12.2006 um 18:32

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Ein Bundesweites Rauchverbot in allen Gastronomischen Betrieben ist lange überfällig.
Die Ignoranz der meisten Raucher ist unerträglich.

Rolf Meier, München
Rolf Meier, München

14.12.2006 um 17:37

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Was soll eigentlich so schlimm daran sein, wenn im Wiesnzelt nicht mehr geraucht wird Deswegen werden die Zelte sicher nicht leer stehen.
Der Roiderer soll ruhig aus dem Verband austreten, dafür kommen andere dazu, die diese Einstellung begrüßen und unterstützen. Gibt nämlich auch Wirte, die mit der Zeit gehen, im Gegensatz zum Roiderer.

Bernd Palmer, Genf
Bernd Palmer, Genf

14.12.2006 um 16:16

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Um Chancengleichheit zu schaffen Welche Da gemäss DKFZ keine wirtschaftlichen Einbussen durch ein Rauchverbot zu erwarten sind, sondern im Gegenteil ein Boom, wäre es doch eine überzeugende Übung, den freien Markt spielen zu lassen. Wovor hat man Angst

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