Branchenpolitik
Erste Austritte beim BHG
MÜNCHEN. Nach der Forderung des neuen BHG-Präsidiums nach einem generellen, ausnahmslosen Rauchverbot in der Gastronomie, schlagen die Wellen hoch - speziell bei den Münchner Mitgliedern des Verbands. Toni Roiderer, Sprecher der Wiesnwirte, ist der erste, der aus dem Verband ausgetreten ist. "So kann man mit Mitgliedern nicht umgehen", betonte er. "Wir sollten doch erwarten dürfen, dass wir von unserem Präsidenten, der uns repräsentieren will, zu diesem Thema angehört werden!"
Einige Kollegen in München wollen versuchen, Siegfried Gallus dazu zu bewegen, mit seiner Forderung "zurück zu rudern". Der BHG-Präsident hatte gefordert ein Rauchverbot auch auf Festzelte auszudehnen, um Chancengleichheit zu schaffen. Diese Forderung, die im Vorfeld einer Berliner Entscheidung publiziert wurde, geht weit über das bisher freiwillige Abkommen zwischen Gastwirten und Gesetzgebern hinaus. Fakt ist, dass die Stimmung am Isarstrand auf gut bayerisch "brenzlig" geworden ist - und dabei geht es nicht nur um den Zigarettenqualm.

Hans Schneider Nürnberg
18.12.2006 um 13:41
Betreff: Kommentar zum Artikel
Nur ein generelles Rauchverbot ohne "Hintertürchen" wie von der Regierung ursprünglich geplant bietet Chancengleichheit. Vor allen Dingen die kleinen Gaststätten mit nur einem Gastraum und die Pachtbet riebe, die viel Geld in fremdes Eigentum stecken müssten um Konkurenzfähig zu bleiben, dürfen
hoffen. Bitte vergesst die Hotelbetriebe nicht
Hotelzimmer, die von starken Rauchern benuzt wurden
stinken teilweise ekelerregend nach kaltem Rauch. Für Personal und folgende Gäste unzumutbar Auch aus brandschutztechnischer Sicht ist ein stricktes Rauchverbot in Hotelzimmern, zum Wohle der Gäste und Mitarbeiter. Chancengleichheit und saubere Luft - weiter so