Lebensmittelkontrolle
Fleisch wird am häufigsten beanstandet
von Raphaela Kwidzinski
BERLIN. Von rund 387.000 untersuchten Lebensmittelproben aus deutschen Betrieben im Jahr 2009 haben die Prüfer 13,4 Prozent beanstandet. Das sind etwa genau so viele wie im Vorjahr.
Diese Zahlen präsentierte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) heute in Berlin. Die meisten Beanstandungen gab es bei den Warengruppen Fleisch-, Wild- und Geflügel-Erzeugnisse sowie alkoholische Getränke. Wie wurden 18 Prozent beanstandet.
Hygienemängel bleiben Kernproblem
Dahinter rangieren die Nahrungsmittel Milch und Milchprodukte mit einer Beanstandungsquote von 13 Prozent, Eier und Eiprodukte mit 10,2 Prozent, Getreide und Backwaren mit 12,1 Prozent sowie Obst und Gemüse mit 8,0 Prozent.
Insgesamt haben die Lebensmittelkontrolleure der Bundesländer im vergangenen Jahr 930.000 Inspektionen in rund 545.000 deutschen Betrieben durchgeführt, darunter sowohl Gastronomen als auch Lebensmittelhändler. Bei 24 Prozent der Betriebe stellten die Kontrolleure Verstöße fest. „Die meisten Beanstandungen betrafen – wie schon in den Vorjahren – die Betriebshygiene und das Hygienemanagement“, sagt der Präsident des BVL, Dr. Helmut Tschiersky-Schöneburg.
Einheitliche Kennzeichnung von Betrieben geplant
Um die Transparenz der Lebensmittelüberwachung für die Verbraucher zu verbessern, haben die Verbraucherminister der Länder bei ihre Konferenz in Potsdam bereits im September beschlossen, ein bundesweit einheitliches Modell zur Veröffentlichung der Kontrollergebnisse einzuführen. Wie diese Kennzeichnung genau aussehen soll, ist jedoch noch offen. Derzeit arbeitet eine Projektgruppe ein verbindliches Modell aus. Denkbar ist in Gastronomie-Betrieben etwa das Smiley, wie es auch in Dänemark angewendet wird: Dort kennzeichnet ein Lächeln diejenigen Betriebe, die die HygienevorschriftenGemäß EU-Hygienerecht alle Vorkehrungen und Maßnahmen, die notwendig sind, um ein unbedenkliches und genusstaugliches Lebensmittel zu gewährleisten.
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Uwe Weik, Neustadt
22.10.2010 um 13:07
Betreff: Smiley
Wenn wir Gastronomen den Smiley schon nicht verhindern können, sollten der DEHOGA wenigstens darauf dringen, dass dieser Blödsinn in allen Lebensmittelbranchen, also auch bei Metzgern, Bäckern, Fischgeschäften usw. eingesetzt wird. Sonst ist wie bei der Mwst wieder nur unsere Branche benachteiligt.