Umsatztrend
Gastgewerbe: 2,5 Prozent weniger Umsatz in 2008
WIESBADEN. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt, hat das Gastgewerbe im Jahr 2008 nominal 0,1 Prozent mehr um als im Vorjahr, real schlug ein Minus von 2,5 Prozent zu Buche. Vor allem im 4. Quartal rutschten die Umsätze in den Keller.
Im Dezember 2008 sank der Umsatz um nominal 3,7 und real um 6,2 Prozent. Das sind die schlechtesten Werte seit sechs Jahren. "Seit Oktober sind jedoch die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich zu spüren", kommentiert Ernst Fischer, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband) die Zahlen.
Angesichts der eingetrübten Konjunkturaussichten blicken die Hoteliers und Gastronomen sorgenvoll in die Zukunft. "Die Prognosen für das laufende Jahr lassen nichts Gutes erwarten", so Fischer. "Vor allem das Veranstaltungsgeschäft und der Geschäftsreisetourismus leiden unter der Krise. Eine vergleichsweise positive Entwicklung weisen indes die Quickservice-Betriebe, also die Burger-Spezialisten und Imbissbetriebe sowie Pizza-Lieferdienste aus."
Insgesamt lag der nominale Umsatz 2008 in den Restaurants, Bars und Kneipen um 0,9 Prozent unter dem Vorjahresergebnis, preisbereinigt waren 3,2 Prozent weniger in der Kasse. Das Beherbergungsgewerbe vermeldete für 2008 ein leichtes nominales Plus von 0,8 Prozent (real -2,1 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr.
