Gourmetguides
Gault Millau kürt Mario Lohninger zum Koch des Jahres 2011
MÜNCHEN. „Die Küche der Zukunft ist ungekünstelt, urwüchsig, pur, gesund und traditionsbewusst,“ schreibt die französische Gourmetbibel Gault Millau in ihrer jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2011. „Marketingkonzepte, die etwas anderes verheißen, mögen proklamationsfreudige Journalisten erwärmen, die zahlenden Gäste lassen sie kalt.“
Reines Genusserlebnis
In den am besten besuchten Spitzenrestaurants hierzulande werde das reine Genusserlebnis geboten. Die Köche brächten Klarheit und Konzentration auf den Teller, und zwar ohne eitles Virtuosengehabe und gedankenlose Verspieltheit, so der Guide.
Insgesamt bewertet der Gault Millau in seiner neuen Ausgabe 1060 Restaurants in Deutschland. Die 26 Tester, die stets anonym auftreten, haben 856 Luxuslokalen und Landgasthöfen, Bistros und Hotelrestaurants die begehrten Kochmützen verliehen. Dazu mussten die Köche mindestens 13 von 20 Punkten erreichen, was einem Michelin-Stern nahekommt.
Außer den Punkten vergibt der Gault Millau auch weitere kulinarische und gastronomische Auszeichnungen, wie etwa den Titel des „Koch des Jahres“ oder den des „Aufsteiger des Jahres“.
Drei Restaurants mit drei verschiedenen Küchen
„Koch des Jahres 2011“ ist demnach der Österreicher Mario Lohninger, der in Frankfurt die drei Restaurants Silk, Micro und Lohninger führt. Die Begründung des Gourmetguides: „Voller Entdeckerfreude und Erneuerungsdrang bietet Lohninger, bei dem alles so salopp wirkt, aber vollkommen ausgereift ist, in drei Restaurants pointenreich und leidenschaftlich drei Küchen.“
Lohninger bietet im Silk einer edel gepolsterten Liegewiese mit entspannter Lounge-Atmosphäre phantasievolle, zukunftsweisende Küche, im Micro an großen Holztischen kosmopolitische Gerichte. Sein im März 2010 eröffnetes Lohninger betreibt der 37-Jährige aus Maria Alm bei Salzburg als veredeltes Beisl (Gasthaus) mit Gerichten seines Heimatlandes Österreich.

